"Washington Post": Zarkawi womöglich verletzt

7. Mai 2005, 18:24
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Terrorchef soll in Klinik behandelt worden sein - US-Armee prüft Information

Washington - Der jordanische Extremistenführer Abu Mussab al Zarkawi hat sich einem Zeitungsbericht zufolge vor kurzem wegen einer Krankheit oder einer Verletzung womöglich in einem Krankenhaus der irakischen Stadt Ramadi behandeln lassen. Die US-Armee prüfe Informationen, wonach der meistgesuchte Mann im Irak am vergangenen Mittwoch und Donnerstag in einer Klinik der westlich von Bagdad gelegenen Stadt gewesen sei, berichtete die "Washington Post" am Donnerstag unter Berufung auf Militärkreise.

Demnach veröffentlichte Zarkawis Gruppe in der vergangenen Woche selbst zwei entsprechende Erklärungen. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand des Jordaniers wurden in dem Bericht nicht gemacht.

Ramadi ist die Hauptstadt der Provinz El Anbar, einer sunnitischen Rebellenhochburg. Dort war Zarkawi kürzlich nur sehr knapp einer US-Spezialeinheit entkommen. Der Jordanier führt die Terrororganisation El Kaida von Osama bin Laden im Irak an und hat sich mit seinen Anhängern zu etlichen Anschlägen bekannt; außerdem wird er für die Ermordung von Geiseln im Irak verantwortlich gemacht. Die USA haben ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 19 Millionen Euro) auf ihn ausgesetzt. (APA/AFP)

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