Mit neuen Kräften in die Relegation

8. Mai 2005, 13:17
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Österreich braucht nun zwei Erfolge aus drei Spielen um den Klassenerhalt sicherzustellen - Pöck und Klimbacher neu im Kader

Wien - Für die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft beginnt bei der Heim-WM am Freitag (16:15) gegen Deutschland der Kampf um den Klassenerhalt neu. Nach den drei Vorrunden-Niederlagen geht es in der Relegation der vier Gruppen-Letzten um zwei Plätze für die WM 2006 in Lettland.

Gegner stehen fest

Die Gegner wurden großteils erst am Donnerstag Abend ermittelt. Der Auftaktgegner am Freitag (16:15) in Wien wird Deutschland nach der Niederlage gegen die Schweiz sein, gegen Dänemark geht es am Sonntag um 12:15 Uhr in Innsbruck, der dritte Konkurrent (Mittwoch, 20:15, Innsbruck) ist Slowenien.

Vorrunde und vor allem das 1:8-Debakel am Mittwoch gegen die Slowakei abhaken, heißt es für die Österreicher. Schon vor dem WM-Start hat man die Spieler darauf eingestellt, nach vergebener erster Chance nicht in ein Loch zu fallen. "Alle drei Gegner in der Vorrunde waren einfach zu stark. Wir reden von den besten Spielern der Welt. Und auch wenn wir gegen die Slowakei nur 1:2 verloren hätten, hätte es nichts geändert. Im Hinterkopf waren wir auch schon ein bisschen in der Relegation", erklärte Teamchef Herbert Pöck.

Reelle Chance für Klassenerhalt

Nun strahlt er für die neue Aufgabe Optimismus aus. "Ich glaube, wir haben eine sehr reelle Chance, oben zu bleiben. Wenn man Dänemark und Slowenien nicht schlägt, hat man in der A-Gruppe nichts verloren", bestätigte Pöck. "Jedes Spiel wird sehr, sehr hart. Aber die Gegner sind nicht von dem Kaliber wie in der Vorrunde. Jetzt kommen die Gegner, die schlagbar sind. Aber zwischen den Mannschaften ist es so eng, dass wir uns solche Fehler wie gegen die Slowakei nicht leisten dürfen. Seien es Strafen, seien es Abspiel- oder Übergabe-Fehler", sagte er.

Zwei Nachnominierungen

Personell wird es auf jeden Fall Umstellungen geben. Österreich hat von der Regel Gebrauch gemacht, dass nach der Vorrunde zwei Spieler nachnominiert werden dürfen. Pöck und sein Trainerteam entschieden sich für den NHL-erfahrenen Teamchef-Sohn Thomas Pöck, der ohnehin außer Diskussion gestanden war, und Sven Klimbacher (Black Wings Linz). Der 23-jährige Verteidiger erhielt den Vorzug gegenüber Stürmer Patrick Mössmer, weil mit Mike Stewart ein Verteidiger ausfällt und Österreich sonst nur noch sechs Verteidiger zur Verfügung gehabt hätte.

Stewart laboriert an einem Haarriss im linken Mittelfußknochen und wird zumindest am Freitag fehlen. Nicht dabei ist auch Patrick Harand, der jüngste im Team muss Thomas Pöck Platz machen. Der gelernte Stürmer, der in Amerika zu einem Verteidiger umfunktioniert worden ist, wird als Center eingesetzt. Pöck jun. wird statt Raimund Divis die erste Linie mit Matthias Trattnig und Gerald Ressmann führen. Divis wird als linker Flügel statt Patrick Harand in die vierte Linie wechseln. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Teamchef Herbert Pöck hält Dänemark und Slowenien für schlagbar.

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