Anti-Spyware auf dem Prüfstand

12. Mai 2005, 10:22
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Mehr Sicherheit erfordert Handarbeit - Die meisten Programme erkennen nicht alles

So genannte Spyware aus dem Internet nistet sich vom Nutzer unbemerkt auf dem Rechner ein und spioniert heimlich im Hintergrund. Programme zur Erkennung und Vernichtung dieser Schädlinge gibt es, den vollkommenen Schutz garantieren sie aber nicht. Wer sicher gehen will, sollte noch einmal selbst auf Spurensuche gehen, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 10/05.

Hintergrund

Wenn sich das Aufkommen unerwünschter E-Mails mit Werbebotschaften erhöht und beim Surfen auf unterschiedlichen Seiten immer wieder Werbebanner auftauchen, die ähnliche Produkte anpreisen, ist in den meisten Fällen Spyware dafür verantwortlich: Kleine Programmme, die im Hintergrund fleißig Informationen über den PC-Benutzer sammeln. "Diese Spione tragen zusammen, welche Webseiten ich besuche, vielleicht auch auf welche Werbebanner ich klicke, und schlimmstenfalls merken sie sich auch, was ich in Bildschirmmasken eingegeben habe", erklärt c't-Redakteur Peter Schüler. Die Eingabe der Bankverbindung oder anderer persönlicher Daten kann somit weit reichende Folgen haben, wenn sich Spyware auf dem Rechner befindet.

Abhilfe

Der PC ist diesen Spionen allerdings nicht hilflos ausgeliefert. Verschiedene Programme versprechen, den Computer zu schützen und von Spyware zu bereinigen. Sieben kostenlose und kostenpflichtige Produkte hat c't genauer unter die Lupe genommen, wobei sich herausstellte, dass kein Testkandidat auch nur 90 Prozent der auf dem Test-Computer aufgespielten Schädlinge entdeckte. Die meisten Programme lagen sogar weit unter dieser Quote.

Folglich bietet auch Anti-Spyware keinen vollkommenen Schutz vor Spionage, und wenn der Benutzer mehr Sicherheit wünscht, kommt er kaum umhin, selbst nach dem Rechten zu schauen. "Daher sollte ein gutes Produkt neben der Erkennung möglichst viele Informationen zu der potenziellen Spyware liefern", meint c't-Experte Peter Schüler. Im Zweifelsfall kann der Anwender dann nämlich selbst entscheiden, ob er ein Programm auf der Festplatte lässt oder zur Sicherheit doch lieber entfernt.

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