New York: Aufregung um explodiertenApfel und kleine Ananas

5. Mai 2005, 15:16
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Medienberichte: "Verwundbarkeit dramatisch vor Augen geführt" - Außer zerbrochenen Fensterscheiben keine Schäden

New York - Zwei kleine Explosionen vor dem britischen Generalkonsulat in Manhattan haben die Angst vieler New Yorker vor neuen Terroranschlägen geschürt. Obwohl niemand verletzt wurde und nur einige wenige Fenster barsten, habe der Anschlag am Tag der Parlamentswahlen in Großbritannien die "Verwundbarkeit" der Millionenmetropole "dramatisch vor Augen geführt", hieß es in New Yorker Medienberichten.

"Zwei laute Kracher und du denkst sofort wieder an den 11. September", sagte ein Mann Reportern vor dem betroffenen Hochhaus. Nach Polizeiangaben hatten die mit Schießpulver gefüllten Sprengsätze die Form eines Apfels sowie einer kleinen Ananas (laut Reuters handelte es sich um keine Ananas, sondern um eine Zitrone). Sie waren in einer als Blumenkübel genutzten Betonabsperrung vor dem Eingang versteckt worden.

Dies sehe zwar nicht nach einer Tat skrupelloser Al-Kaida-Terroristen aus, hieß es im Sender CBS. "Was jedoch, wenn sich in dem eigentlich als Schutz vor Autobombenanschlägen gedachten Betonkübeln wirklich schwere Sprengsätze befunden hätten?"

Kein Bekennerschreiben

Die Polizei wies darauf hin, dass sich zunächst niemand zur Zündung der Sprengsätze bekannte, die gegen 03.50 Uhr Ortszeit vor dem Hochhaus in Laufnähe zum Hauptquartier der Vereinten Nationen bekannte. Es gebe also keinen Beweis für einen Zusammenhang mit den Wahlen in Großbritannien. In dem Gebäude am Schnittpunkt von Third Avenue und 52nd Street sind außer dem britischen Generalkonsulat zahlreiche andere Büros untergebracht.

Die Gegend wurde großräumig abgeriegelt. Bombenexperten der New Yorker Polizei waren stundenlang mit Spürhunden im Einsatz. Eine U-Bahnverbindung in der Gegend wurde zeitweilig unterbrochen. Der Autoverkehr wurde umgeleitet, so dass es in Teilen Manhattans zu erheblichen Verkehrsstaus kam. (APA/dpa)

  • Die Sprengsätze waren in einer
als Blumenkübel genutzten Betonabsperrung vor dem Eingang versteckt.
    foto: epa

    Die Sprengsätze waren in einer als Blumenkübel genutzten Betonabsperrung vor dem Eingang versteckt.

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