Tschetschenien: Mehr als eine Tonne Sprengstoff entdeckt

6. Mai 2005, 15:05
1 Posting

Behörden fürchten Anschläge auf Feiern zum 60. Jahrestags des Siegs über Nazi-Deutschland

Rostow-am-Don - In der Nähe der tschetschenischen Hauptstadt Grosny haben Sicherheitskräfte einen Lastwagen mit 1,2 Tonnen Sprengstoff entdeckt. Der Fund werde mit einem geplanten Anschlag von Rebellenführer Shamil Bassajew in Verbindung gebracht, erklärte ein Sprecher des Inlandsgeheimdienstes FSB am Donnerstag in Rostow-am-Don. Auch Bassajews Gehilfe Doku Umarow und Abdul-Chalim Sadulajew, der Nachfolger des getöteten Rebellenführers und Expräsidenten Aslan Maschadow, seien an dem Plan beteiligt gewesen. Wann der Lastwagen entdeckt wurde, blieb offen.

Zuvor hatte der FSB erklärt, Rebellenführer hätten Anschläge mit giftigen Substanzen in großen Städten der Nordkaukasusregion geplant. Ein Lager mit einer Substanz auf Zyanid-Basis sei bei Kämpfen in einer nicht näher genannten Siedlung entdeckt wurden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den FSB.

Persönlicher Leibwächter

Eine militante Gruppe in der an Tschetschenien grenzenden Republik Inguschetien sei in die Pläne verwickelt. Der Anführer der Gruppe sei persönlicher Leibwächter eines "Gesandten" internationaler Terroristen, hieß es.

Die russischen Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen wegen möglicher Terroranschläge anlässlich der Feiern zum 60. Jahrestags des Siegs über Nazi-Deutschland erhöht. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Handtaschencheck einer Touristen in Moskau. Der Kreml befürchtet tschetschenische Anschläge auf die Feiern zum sechzigsten Jahrestages des Weletkriegs-Endes.

Share if you care.