300.000 Kinder von Hungertod bedroht

14. Mai 2005, 20:54
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Trockenheit und Verzögerungen bei der Verteilung von Nahrungsmitteln und Geld als Gründe für die zunehmende Unterernährung der Bevölkerung

Addis Abeba - Rund 300.000 Kinder in Äthiopien werden in diesem Jahr an Unterernährung sterben, wenn nicht bald Spenden für das afrikanische Land eintreffen. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF braucht nach eigenen Angaben allein bis Ende Juni 13 Millionen US-Dollar (10,04 Mio. Euro), um 170.000 Kinder vor dem drohenden Hungertod zu retten.

Weitere 50 Millionen Dollar nötig

Zusätzlich zu den bereits im vergangenen Jahr erbetenen 272 Millionen Dollar (210 Mio. Euro) würden in Äthiopien noch 50 Millionen Dollar (38,6 Mio. Euro) benötigt, berichtete Simon Mechale von der Notstandsabteilung der Regierung. Bisher seien lediglich 102 Millionen Dollar (78,7 Mio. Euro) an Spenden eingegangen.

Trockenheit und Verzögerungen bei der Verteilung von Nahrungsmitteln und Geld sind Simon zufolge für die zunehmende Unterernährung der Bevölkerung verantwortlich. Zudem werde Äthiopien jedes Jahr von einem Tsunami heimgesucht, erklärte der örtliche UNICEF-Leiter Björn Ljungquvist. Ein UN-Bericht von Oktober listete darüber hinaus Fehler der Regierung beim Umgang mit dem Bevölkerungswachstum, eine nur langsame wirtschaftliche Entwicklung und Umweltzerstörung als Faktoren für die Nahrungsmittelknappheit auf. (APA/AP)

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    Ein unterernährtes Kind wird in der Stadt Yirba von einem Arzt des Welternährungsprogrammes untersucht

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