Slowakei überrollt Österreich, 8:1

6. Mai 2005, 10:18
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ÖEHV-Team konnte zumindest zwei Drittel lang annähernd mithalten, dann kam es dick - Ab Freitag wird Relegation gespielt

Wien - Die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft hat sich mit einem Debakel aus der Vorrunde der Eishockey-WM verabschiedet. In der für den weiteren WM-Verlauf bedeutungslosen Partie gegen Titelfavorit Slowakei musste sich die ÖEHV-Auswahl mit 1:8 (0:1,0:2,1:5) geschlagen geben. Für die Mannschaft von Herbert Pöck geht es nun ab Freitag in der Relegation um den Klassenerhalt.

Party-Stimmung

Politische Prominenz aus beiden Ländern, angeführt von den Präsidenten Ivan Gasparovic und Heinz Fischer sowie Premierminister Mikulos Dzurinda und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, und über 8.000 Zuschauer erlebten eine Partie ohne zu große taktische Zwänge. Also war Party-Stimmung in der ausverkauften Stadthalle angesagt.

Zu jubeln hatten wie erwartet vor allem die Slowaken. Bereits nach 2:44 Minuten ging der Weltmeister von 2002 durch Marian Gaborik (Minnesota Wild) in Führung. ÖEHV-Torhüter Patrick Machreich, dem die Sicht verstellt war, musste bei seinem WM-Debüt gleich beim ersten gefährlichen Torschuss hinter sich greifen.

17 NHL-Spieler

Die Österreicher zeigten danach zwar einige schöne Aktionen und kamen auch zu Chancen, die Tore allerdings erzielten die mit 17 NHL-Spielern angereisten Gäste. Im Mitteldrittel schlugen zwei Stars der Los Angeles Kings zu: Zunächst traf Palffy nach einer schönen Aktion, die seinem Torhüter Ratislav Stana einen Scorer-Punkt einbrachte, nach langem Pass von seinem Klubkollegen Lubomir Visnovsky zum 2:0 (22.), anschließend nützte Verteidiger Visnovsky eines der zahlreichen Powerplays zum 3:0 (34.).

Drei Tore in 43 Sekunden

Teamchef-Sohn Marian Hossa erzielte den vierten Treffer (42.), ehe auch die rot-weiß-roten Fans jubeln durften. Der schussgewaltige Verteidiger Gerhard Unterluggauer zog im Powerplay ab und traf zum 1:4 (49.). Aber in der Schlussphase setzte es doch noch das Debakel, das die Österreicher verhindern wollten. Strbak erhöhte im Überzahl-Spiel zunächst auf 5:1 (51.), ehe die Slowaken innerhalb von 43 Sekunden (in der 56. Minute) durch Treffer von Michal Handzus, Strbak und Palffy den Endstand fixierten.

Slowaken Gruppenerste

Die Slowakei holte sich mit dem Sieg dank der besseren Tordifferenz gegenüber Russland Platz eins der Vorrunden-Gruppe A, für die Österreicher geht es in der Relegation gegen den Abstieg. Der Auftakt erfolgt am Freitag (16:15) in Wien gegen den Letzten der Gruppe D (Deutschland, Schweiz oder Kasachstan), anschließend stehen in Innsbruck am Sonntag (12:15) das Spiel gegen Dänemark und am Mittwoch (20:15) die Begegnung gegen Slowenien oder Lettland auf dem Programm. Zwei Teams schaffen den Klassenerhalt. Lettland kann als Veranstalter der nächsten WM nicht absteigen. (APA/red)

Gruppe A (Wien):

  • Österreich - Slowakei 1:8 (0:1,0:2,1:5). Wiener Stadthalle, 8.200 (ausverkauft), Andersdson/Blumel/Brodnicki (SWE/CZE/GER)

    Tore: Unterluggauer (49./PP) bzw. Gaborik (3.), Palffy (22., 56.), Visnovsky (34./PP), Hossa (42.), Strbak (51./PP, 56./PP), Handzus (56.)
    Strafminuten: 24 bzw. 14.

    Österreich: Machreich - Unterluggauer, Ulrich; A. Lakos, Viveiros; P. Lakos, R. Lukas; Stewart - Trattnig, Raimund Divis, Ressmann; Setzinger, Kalt, Welser; Ch. Harand, Kaspitz, Peintner; Schuller, Schaden, P. Harand; Horsky

    Slowakei: Stana - Visnovsky, Strbak; Chara, Granak; Lintner, Suchy; Vydareny - Palffy, Stümpel, Zednik; Gaborik, Demitra, Hossa; Bartecko, Satan, Handzus; Stefanka, Orszagh, Pucher

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      Akzeptables WM-Debüt für Österreichs Teamkeeper Patrick Machreich (li), der sich von seinen Kollegen sicher mehr Unterstützung erhofft hätte.

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      Die Präsidenten Heinz Fischer (Österreich/li) und Ivan Gasparovic (Slowakei/re) ließen sich die Partie nicht entgehen.

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