ATB: Kovats wechselt von Vorstands- an Aufsichtsratsspitze

13. Mai 2005, 19:16
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Co-Eigentümer Schmidt übernimmt Kommando im Vorstand - Kovats will sich auf die Aufgaben der Muttergesellschaft A-Tec konzentrieren

Wien - Die Aktionäre des börsenotierten Kleinmotorenherstellers ATB Austria Antriebstechnik haben in der heutigen Hauptversammlung (HV) Mirko Kovats - über seine A-Tec Industries Mehrheitseigentümer des steirischen Unternehmens - in den Aufsichtsrat gewählt. Wie ATB am Mittwoch weiter mitteilte, wurde Kovats in der anschließenden Aufsichtsratssitzung zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt. Zuvor hatte der Industrielle sein Mandat als ATB-Vorstandschef zurückgelegt.

Nach dem Rückzug von Kovats aus dem operativen Geschäft wurde Christian Schmidt, schon bisher im ATB-Vorstand und ebenfalls Miteigentümer des Spielberger Unternehmens, zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Mit der Führung der Motorengruppe mit Töchtern in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Großbritannien, Serbien und Montenegro sowie einem Technologiezentrum in Rankweil (Vorarlberg) sind somit ab sofort fünf Vorstände (bisher sechs) betraut.

Konzentration auf A-Tec Industries

Kovats will sich künftig verstärkt seinen Aufgaben in der ATB-Muttergesellschaft A-Tec Industries widmen, nachdem die ATB - wie es hieß - im abgelaufenen Jahr 2004 ihr bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt habe und international dynamisch gewachsen sei. "Ich kann mich somit ohne Bedenken der Erweiterung und Stärkung der Holding A-Tec Industries widmen, unter deren Dach neben der ATB noch drei weitere Industriegruppen (Austrian Energy, Montanwerke Brixlegg und Emco, Anm.) vereint sind."

Der neue ATB-Vorstandschef Christian Schmidt hat für ATB große Pläne. Im Visier sind weitere Akquisitionen, auch neue Märkte sollen erschlossen werden. Daneben will Schmidt Synergien in der Gruppe heben und die im Vorjahr neu dazu gekommenen Töchter rasch in den Konzern integrieren. In naher Zukunft ist auch der Einstieg in das Autozuliefergeschäft (Elektromotoren) geplant. Gewälzt werden Pläne für ein 50 Mio. Euro schweres Ausbauprojekt am steirischen Hauptstandort Spielberg, das bis zu 300 zusätzliche Jobs bringen könnte. Zusagen für Landesförderungen soll es bereits geben. (APA)

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