Nandrolon: Klassisches Anabolikum

4. Mai 2005, 16:16
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Wien - Nandrolon kommt als Doping- bzw. Arzneimittel zum Einsatz: Die Substanz gehört zu den "eiweiß-anabolen" Hormonen. Unter Anabolie verstehen die Wissenschaftler aufbauende Prozesse im Körper - im Gegensatz zur Katabolie. "Katabol" verläuft der Stoffwechsel des Menschen zum Beispiel in Stadien einer nicht beherrschten Krebserkrankung (starke Gewichtsabnahme, Schwächung).

"Mode-Droge"

Im Sport gilt Nandrolon, mit dem relativ rasch ein Maximalkraft-Zuwachs erzielt werden kann bzw. mit dem es gelingt, die Erholungswerte zu steigern bzw. die Regenerationszeit auch nach hohen Trainingsbelastungen zu verkürzen, bereits als "Mode-Droge".

Anabolika leiten sich prinzipiell vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron ab. Diese starke "vermännlichende" (androgene) Wirkung machte eine medizinische Anwendung bei Frauen unmöglich. Daher wurde versucht, Substanzen zu entwickeln, bei welchen die anabolen (aufbauenden) Effekte erhalten blieben, jedoch die androgenen Wirkungen nicht auftauchten.

Die ehemals erste und schon vor Jahrzehnten entwickelte derartige Substanz war 19-Nor-Testosteron. Die Wirkung der Anabolika kommt durch eine positive Beeinflussung des Stickstoffhaushalts im Körper zu Stande. Das erzeugt ganz allgemein eine Förderung von Wachstumsprozessen. Die ist vor allem im Muskelaufbau erwünscht. Anabolika verstärken aber auch die Bildung von roten Blutkörperchen. Hier wäre die Verwendung von "Nandrolon & Co." allerdings mittlerweile durch einen wesentlich stärkeren Effekt des direkten Blutwachstumsfaktors Erythropoietin (EPO) eher "altmodisch".

Nebenwirkungen

Trotz geringerer Nebenwirkungen als beim Testosteron bleiben aber - von der Dosis abhängig - doch typische potenzielle Komplikationen übrig: Bei Frauen Akne, Virilisierung, "Stimmbruch", in extremen Fällen sogar Bartwuchs, Zyklusstörungen etc. Bei Männern kann es zu einer Störung der Hodenfunktion (Spermienproduktion), Leberschäden und anderen Stoffwechselstörungen kommen.

Die medizinische Anwendung der Anabolika hat sich in den vergangenen Jahren eher eingeschränkt. Ehemals wurden sie nach schweren Operationen, bei "konsumierenden" Erkrankungen (Krebs), nach Strahlen- und Chemotherapien zur Stärkung eingesetzt. Aber die modernen Behandlungsmethoden sind viel schonender geworden. Außerdem wurden die Begleittherapien verbessert. Im Einsatz in der Medizin wurde Nandrolon zumeist in einer Dosis von 25 bis 50 Milligramm pro Monat als intramuskuläre Injektion angewandt.

Anabolika stehen durch ihren Wachstums-fördernden Effekt allerdings auch im Verdacht, das Wachstum von Tumoren (z.B. der Prostata) zu fördern. Stichwort Nandrolon: Klassisches Anabolikum "Mode-Droge" im Sport - Abgeleitet vom Testosteron - Auch zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen (APA)

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