Heute: DEB-Team vor dem Aus

5. Mai 2005, 21:53
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Schweizer im Falle eines Sieges gegen Deutschland die neue Nummer acht der Weltrangliste und fix in der Zwischenrunde

Wien - Das Eishockey-WM-Duell Deutschland gegen Schweiz am Donnerstag in der Wiener Stadthalle (20.15 Uhr/live DSF) ist eines, bei dem der Rechenschieber im Kopf mitläuft. Spekulieren ist erlaubt, nur Tschechien ist in der Gruppe D mit zwei Siegen gegen die Schweiz (3:1) und die Deutschen (2:0) bereits für die Zwischenrunde qualifiziert.

Für die Schweizer ist die Ausgangslage nach dem Erfolg gegen Kasachstan (2:1) einfacher als für die Deutschen: Ein Punkt genügt dem Team von Ralph Krueger zum Weiterkommen. DEB-Kapitän Jan Benda will vom Rechnen nichts wissen: "Es wäre Schwachsinn zu sagen, wir müssen 5:1 gewinnen, dann wollen alle nur Tore schießen. Für die Moral und die Nationalmannschaft ist es wichtig, einen Sieg nach Hause zu bringen. Dann sehen wir weiter", sagte er. "Man muss auch damit rechnen, dass wir in die Abstiegsrunde kommen, wir sind nicht naiv."

Wie schon bei der WM 2004 in Prag geht es wieder gegen die Schweiz um alles oder nichts. Damals hätte ein Remis zum Aufstieg genügt. Stattdessen gab es ein 0:1 und den Abschied des damaligen Bundestrainers Hans Zach. Benda: "Wir haben etwas gut zu machen."

In Wien ist die Lage jetzt aber viel komplizierter: Sollte Kasachstan gegen Tschechien am Donnerstag (16.15 Uhr) überraschend punkten, reicht der DEB-Auswahl jeder Sieg gegen die Schweiz für Platz drei. Sollten die Kasachen verlieren und die Deutschen die Schweizer bezwingen, wird eine Extra-Tabelle dieser drei Teams erstellt. Dann hilft jeder deutsche Erfolg mit zwei Toren Unterschied, aber auch jeder Sieg mit nur einem Tor Differenz ab einem 3:2.

Für die Schweiz geht es am Donnerstag um viel mehr als den Sieg und den Aufstieg in die Zwischenrunde: Mit einem Sieg überholen die Schweizer Deutschland in der Weltrangliste und übernehmen Platz acht - was für die künftige WM-Auslosungen ein beträchtlicher Vorteil ist. Für den Schweizer Teamchef Ralph Krueger ist die Partie "völlig offen": "Das Spiel gegen Kasachstan hat gezeigt, wie nah beisammen die Nationen auf den Plätzen acht bis 15 liegen. Aber unsere Mannschaft kann auf viel Routine in solchen Spielen zurückblicken. Auch gegen Kasachstan sind wir wieder viel reifer geworden." (APA/dpa/SIZ)

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