Fresenius übernimmt Renal Care

24. Mai 2005, 19:39
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Quartalsergebnis gestiegen - Position in den USA ausgebaut - Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien geplant

Frankfurt - Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) will für 3,5 Mrd. Dollar (2,72 Mrd. Euro) in Aktien den US-Wettbewerber Renal Care Group übernehmen. Die Übernahme werde sich im Geschäftsjahr 2006 neutral und ab 2007 positiv auf die Gewinne auswirken, teilte FMC am Mittwoch mit.

Quartalsergebnis gestiegen

Im ersten Quartal erwirtschaftete FMC einen operativen Gewinn (Ebit) von 220 Mio. Dollar, ein Plus von elf Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 222 Mio. Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 1,609 Mrd. Dollar.

Für das Gesamtjahr werde vor dem Zukauf ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent und eine Zunahme des Überschusses von mehr als zehn Prozent erwartet. Mit der Übernahme der Renal Care Group baut FMC seine Position in den USA deutlich aus. Das Unternehmen hatte in den USA seine Marktführung eingebüßt, nachdem der Konkurrent DaVita das US-Nierenklinikgeschäft des schwedischen Dialysespezialisten Gambro übernommen hatte.

Die Renal Care Group hat FMC zufolge vergangenes Jahr etwa 1,35 Mrd. Dollar umgesetzt und 122 Mio. Dollar verdient. Zum 31. März 2005 habe die Renal Care Group über 425 Dialyse-Kliniken betrieben und mehr als 30.400 Patienten betreut.

FMC teilte zudem mit, eine Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien und die Umwandlung in die Rechtsform einer KGaA zu planen. Das Unternehmen verspricht sich davon eine höhere Liquidität der Aktie. (APA/Reuters)

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