Hoffnungen auf Zukunft für Domenigs Z-Filiale

10. Mai 2005, 21:43
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Nach Petition Warten auf Nutzervorschläge

Wien - Irritiert hat die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) am Mittwoch auf die Petition zur Reaktivierung der berühmten Z-Filiale des Kärntner Architekten Günther Domenig in Wien-Favoriten reagiert. Wenn Peter Noever, Direktor des Wiener MAK, einen Interessenten für das Gebäude kenne, stoße er bei der Bank auf offene Ohren, so ein Sprecher. Die BA-CA bemühe sich ja selbst intensiv um einen Nachnutzer.

Anlässlich der Verleihung des großen Österreichischen Staatspreises für Architektur an Domenig am Dienstag, wurde eine Petition vorgestellt, in der sich 15 prominenten Architekten (darunter Peter Eisenman, Tadeo Ando und Zaha Hadid) für die Wiederbelebung des Bankgebäudes aussprechen.

Schlüsselbau

Unter anderem könnte der 10. Bezirk das Haus nutzen, "das wäre sicher der Favorit", so der Banksprecher. Gespräche dazu seien im Laufen. "Wir suchen jemand, der das Kulturgut Domenig-Haus wirklich schätzt und so nutzen kann, dass der Denkmalschutz berücksichtigt wird", betonte er. Auch mit anderen Interessenten sei man in Kontakt.

Domenigs in den Jahren 1975 bis 1979 errichtete Zentralsparkassenfiliale mit der prägnanten Wellenfassade aus Nirosta-Platten steht seit dem Vorjahr leer, weil sie der BA-CA nicht mehr genügend Platz bot. Seitdem läuft die Suche nach einem neuen Nutzer. Für den Architekturkritiker Friedrich Achleitner ist die Z-Filiale "zweifellos der bedeutendste Bau der 'Grazer Schule'" sowie ein Schlüsselbau der österreichischen Architektur der Gegenwart. (APA)

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