Sender stört Handytelefonierer im Knast

11. Mai 2005, 08:53
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Strafanstalt Lenzburg startet Pilotbetrieb

Die Strafanstalt Lenzburg testet eine Störanlage für Mobiltelefone, welche verhindern soll, dass Gefangene unkontrolliert mit der Aussenwelt kommunizieren. Dies schreibt die Mittelland-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

Schmuggel

30 bis 40 Mobiltelefone werden pro Jahr bei Gefangenen in der Strafanstalt Lenzburg gefunden. Auf raffinierte Weise hineingeschmuggelt, versteckt und teuer bezahlt, stellen sie heute noch eine massive Lücke im Sicherheitsdispositiv auch aller anderen Schweizer Strafanstalten dar. Gefangene könnten damit aus ihrer Zelle beispielsweise ihren Drogenhandel weiter dirigieren oder Zeugen von Gerichtsverhandlungen einschüchtern.

Im Gefängnis einen Riegel vorschieben

Lenzburg will der Handy-Telfoniererei nun aber einen Riegl vorschieben. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat der Strafanstalt Lenzburg sowie der Zürcher Justizvollzugsanstalt Pöschwies und der Genfer Strafanstalt Chandollon je eine befristete Funkkonzession für einen Pilotbetrieb einer Mobilfunk-Störanlage erteilt. Wie Strafanstalt-Direktor Marcel Ruf erklärt, wird in Lenzburg eine provisorische Anlage, die erst einen Teil des Anstaltareals abdeckt, in dieser Woche fertig montiert, um dann nächste Woche für zwei Monate in einen Versuchsbetrieb zu gehen.

Die in Lenzburg getestete, rund 200.000 bis 300.00 Franken eure Anlage Anlage eines israelischen Herstellers funktioniere laut Ruf nach dem Prinzip, dass es Handy-Signale detektiere. Wenn jemand in der Strafanstalt telefonieren will, den Verbindungsaufbau durch ein 30 Sekunden anhaltendes Störsignal verhindert.(pte)

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