Saliera: Die Hoffnung stirbt zuletzt

10. Mai 2005, 21:43
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Weiter kein Hinweis zwei Jahre nach dem Diebstahl

Wien - Auch zwei Jahre nach dem Diebstahl der "Saliera" aus dem Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien gibt es keinen Hinweis über den Verbleib des weltberühmten Kunstwerkes. Dies teilte das KHM mit "großem Bedauern" angesichts des bevorstehenden zweiten Jahrestages (11. Mai) des spektakulärsten Kunstdiebstahls der Zweiten Republik mit. Doch das KHM gibt "die Hoffnung nicht auf", hieß es am Mittwoch.

In den frühen Morgenstunden des 11. Mai 2003 waren über ein Gerüst an der Außenfassade unbekannte Täter in das Museum eingedrungen und hatten die "Saliera", eine weltberühmte Kleinskulptur von Benvenuto Cellini, entwendet. Der Diebstahl hatte zu heftigen Diskussionen der Museums-Sicherheit sowie zu wiederholten Rücktrittsforderungen an KHM -Direktor Wilfried Seipel geführt.

Unverkäuflichkeit am Markt

Eine (vermutlich echte) Kontaktaufnahme mit den Dieben verlief ohne Ergebnis, nachdem dies in den Medien bekannt gemacht worden war. Die Diebe hatten in einem Schreiben an die UNIQA fünf Millionen Euro Lösegeld gefordert. Danach wurde versucht, mit den Dieben wieder Kontakt aufzunehmen. Erfolg wurde keiner bekannt. Eine vermeintliche weitere Spur, der Seipel bis nach Italien gefolgt war, erwies sich als falsch. Ein Prozess in diesem Zusammenhang steht noch aus.

Nach Erfahrungen von internationalen Exekutivebehörden, Fahndungsexperten und Kunstversicherern "rechnet man mit mehreren Jahren bis zur Auffindung derart wertvoller Kunstobjekte", betont das KHM. Das Museum sei zuversichtlich, dass das berühmte Salzfass "schon aufgrund seiner faktischen Unverkäuflichkeit am Markt" unversehrt zurückkehren werde. Von der Exekutive und seitens des Museums werden "weiterhin alle Anstrengungen unternommen, um den Diebstahl möglichst bald aufzuklären", hieß es. (APA)

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