Fusionsreaktor: Streit um Standort

11. Mai 2005, 08:41
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ITER könnte in Südfrankreich statt in Japan gebaut werden

Tokio - Im Streit zwischen Japan und der Europäischen Union um den Standort des internationalen Fusionsreaktors (ITER) zeichnet sich möglicherweise eine Annäherung ab. Wie die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" berichtete, könnte Japan zu Gunsten des von der EU favorisierten Standortes Cadarache in Südfrankreich nachgeben.

Inoffizielle Verhandlungen mit der EU hätten vor Kurzem ergeben, dass Japan wahrscheinlich im Gegenzug auf einen Verzicht auf den eigenen vorgeschlagenen Standort Rokkasho-mura mit attraktiven Aufträgen für Bauarbeiten in Frankreich und somit Arbeitsplätzen rechnen kann. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass ITER in Cadarache gebaut werde, hieß es.

Die USA und Südkorea unterstützen den japanischen Vorschlag. China und Russland dagegen sind für den Standort Cadarache. Der Reaktor soll zum Bau eines kommerziellen Fusionsreaktors etwa im Jahr 2050 führen. (APA)

  • Ein Werksfoto zeigt ein japanisches Kernfusion-Forschungszentrums in der Provinz Ibaraki

    Ein Werksfoto zeigt ein japanisches Kernfusion-Forschungszentrums in der Provinz Ibaraki

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