54 Tote bei schweren Kämpfen und Anschlag

8. Mai 2005, 15:59
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Taliban bekennen sich - Mit Frühlingsbeginn nahmen Zusammenstöße mit US-Soldaten wieder zu

Kabul - Bei einem der schwersten Zusammenstöße zwischen US-Soldaten und mutmaßlichen Taliban-Kämpfern seit Monaten sind in Südafghanistan mindestens 44 Rebellen getötet worden. Ein afghanischer Polizist sei bei den Kämpfen in der Provinz Sabul verletzt worden, teilten die US-Streitkräfte mit. Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums sagte am Donnerstag, bei der Explosion einer ferngezündeten Bombe seien in der südafghanischen Provinz Kandahar neun afghanische Soldaten getötet worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.

Bei den Kämpfen in.Sabul war zunächst von rund 20 getöteten Rebellen die Rede gewesen, eine US-Armeesprecherin korrigierte die Zahl am Donnerstag aber drastisch nach oben. Die Soldaten und Polizisten seien von Taliban-Kämpfern angegriffen worden und hätten Luftunterstützung angefordert. Daraufhin seien US-Hubschrauber und Kampfflugzeuge gegen die Rebellen eingesetzt worden. Sechs amerikanische Soldaten und fünf afghanische Polizisten seien verletzt worden. Sechs Rebellen seien festgenommen worden.

Der afghanische Innenminister Ali Ahmad Jalali sagte am Donnerstag in Kabul, im vergangenen Monat seien mehr als 100 Terroristen und mindestens 12 afghanische Polizisten bei Zusammenstößen getötet worden. Mit dem Anbruch des Frühlings hätten die Angriffe der Rebellen wieder zugenommen. Zu der Drogenproblematik in Afghanistan sagte der Minister, der Anbau von Schlafmohn habe in diesem Jahr deutlich abgenommen. (APA/dpa)

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    Lokalaugenschein bei einem Anschlagsort in KAndahar

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