Biennale: "Schockierende Rückkehr des Feminismus"

4. Mai 2005, 12:23
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Die diesjährige Ausstellung in Venedig wird von weiblichen Kunstwerken geprägt sein

Venedig - Eine Kunstbiennale im Zeichen der feministischen Bewegung: Wenn am 12. Juni die 51. internationale Schau der Gegenwartskunst in Venedig ihre Pforten öffnet, werden erstmals überwiegend "weibliche Töne" angeschlagen. Nicht nur, dass zum allerersten Mal in der Geschichte der Biennale mit den Spanierinnen Maria de Corral und Rosa Martinez zwei Frauen als Kuratorinnen fungieren. Auch werden diesmal von den insgesamt 94 teilnehmenden KünstlerInnen immerhin 35 Frauen sein, berichtete die italienische Zeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch.

Dabei werde an Provokation nicht gespart: "Schockierende Rückkehr des Feminismus", titelte die Zeitung. So würden in der Lagunenstadt etwa die so genannten "Guerilla Girls" erwartet, eine seit 1985 anonym operierende New Yorker Künstlerinnengruppe. Mit Gorilla-Masken getarnt, protestieren sie mit Plakat- und Postkartenaktionen gegen den Ausschluss von Frauen aus dem Kunstbetrieb. Wie groß die Gruppe ist und wer dazugehört, ist bis heute nicht bekannt.

Daneben werden mehrere Aufsehen erregende Kunst-Videos gezeigt, wie etwa das von Regina José Galindo aus Guatemala: Sie zeigt sich dem Publikum in einer chirurgischen Operation, in der sie sich ihr Jungfernhäutchen wiederherstellen lässt. Joana Vasconcelos aus Portugal will ihre Installation "A Noiva" (Die Braut) präsentieren: einen gigantischen Kronleuchter, der ganz aus Tampons gebaut ist und die sexuelle Freizügigkeit der modernen Frau repräsentieren soll.

Bei der Schau, die bis zum 6. November zu sehen ist, werden wiederum vier Goldene Löwen vergeben. (APA/dpa)

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    Guerilla Girls
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