BA-CA profitiert im ersten Quartal von Ost-Gewinnen

20. Mai 2005, 16:47
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Betriebsergebnis um 42,1 Prozent höher, Nettoüberschuss um 48,7 Prozent gestiegen - Gewinn/Aktie von 0,95 auf 1,41 Euro gestiegen

Wien - Primär dank der Gewinnsteigerungen in Osteuropa hat die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) im ersten Quartal 2005 ihre Ergebnisse wieder kräftig steigern können. BA-CA-Chef Erich Hampel sprach am Mittwoch früh von einem "sehr guten" Start ins Jahr 2005. "Damit können wir an die sehr erfreuliche Entwicklung des Vorjahres anschließen.

Nettogewinn fast verdoppelt

Das Betriebsergebnis stieg in den ersten drei Monaten um 42,1 Prozent von im Vorjahr 190 Mio. Euro auf 270 Mio. Euro. Ebenfalls deutlich höher war der Vorsteuergewinn, der um 37,6 Prozent auf 280 Mio. Euro anwuchs. Unter dem Strich ist der Nettogewinn nach Steuern (Periodenüberschuss) um 48,7 Prozent auf 207 Mio. Euro angewachsen. Die Ergebnisse lagen über den Analystenschätzungen. Der Quartalsgewinn je Aktie hat sich von 0,95 Euro auf 1,41 Euro deutlich erhöht. Die Bilanzsumme ist seit dem Ultimo um 1,6 Prozent auf 148,8 Mrd. Euro gestiegen.

Ergebnismotor waren auch zum heurigen Jahresbeginn wieder die Osteuropatöchter. Vom Bilanz-Geschäftsfeld Zentral/Osteuropa (CEE) stammten im Quartal 114 Mio. Euro Vorsteuergewinn, das war ein Zuwachs um 68 Prozent. Der Gewinnbeitrag der Ostbanken liegt somit bei 41 Prozent. Vor Ort fiel in den Ostbanken ein Vorsteuergewinn von 138,9 Mio. Euro an, das war ein Anstieg um gut 50 Prozent. Das Kreditrisiko ist mit 110 Mio. Euro (2004: 105 Mio. Euro) um rund 5 Prozent höher ausgefallen.

Die Ergebnisverbesserung schlug sich auch in besseren Finanzkennzahlen nieder: Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern stieg, trotz des Anstiegs des Eigenkapitals von 7,1 Mrd. auf 7,4 Mrd. Euro, auf 15,7 Prozent (2004: 12,8 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern nahm auf 12,3 Prozent (2004: 9,3 Prozent) zu. Die Kosten-Ertrags-Relation (Cost/Income-Ratio) hat sich auf 62,5 Prozent verbessert (2004: 67,2 Prozent).

BA-CA stellt halben Quartals-Gewinn der Mutter HVB

Während bei der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) vor allem das rentierlich Ostbankengeschäft neuerlich zum Gewinnsprung verhalf, trug in der Folge auch der BA-CA-Konzern wieder spürbar zur Ergebnisverbesserung des Münchener Mutterkonzerns HypoVereinsbank (HVB) bei.

Im Deutschland-Geschäft musste die HVB im ersten Quartal 2005 mit 202 (Vorjahresquartal: 285) Mio. Euro einen kräftigen Gewinnrückgang vor Steuern hinnehmen. Das Geschäftsfeld Österreich und Osteuropa - also das Bank-Austria-Geschäft für die HVB-Bilanz - konnte hingegen mit 216 (130) Mio. Euro deutlich zulegen. (APA)

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