FPÖ und BZÖ buhlen um Oberösterreich

3. Mai 2005, 19:22
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Landesparteivorstand der FPOÖ tagt

Linz - Wird es künftig in der FP Oberösterreich (FPOÖ) auch bundesblaue und orange Parteimitglieder geben? Diese Frage stand auf der Tagesordnung der Landesparteivorstandssitzung Dienstagabend in Linz, die bis in die Nacht dauerte.

Vor knapp zwei Wochen hatte die oberösterreichische Landesgruppe ja mit Zweidrittelmehrheit beschlossen, sich von der Bundes-FPÖ abzukoppeln. Dennoch besitzt ein Großteil der Freiheitlichen (noch) die Doppelmitgliedschaft.

Dazu zählt etwa Ute Klitsch, Bezirksobfrau von Linz-Stadt und Stellvertreterin von FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache. Sie denkt nicht daran, aus der FPOÖ auszutreten. Vielmehr will sie FPOÖ-Obmann Günther Steinkellner dazu bewegen, mit den Bundesblauen zu kooperieren. Doch, so war schon vor Beginn der Sitzung klar, auf diesen Vorschlag wird Steinkellner nicht einsteigen. Genauso wie er die Zusammenarbeit mit dem BZÖ derzeit ablehnt.

Vorigen Donnerstag hat sich in Linz auch das BZÖ-Oberösterreich gegründet. Für dieses warben ebenfalls am Dienstagabend dessen Bundesobmann Jörg Haider und Ursula Haubner - kurioserweise im "Bluu-Club". (ker/DER STANDARD, Printausgabe, 4.5.2005)

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