Tirol: Lkw-Lenker nach 27 Stunden ohne Ruhezeit gestoppt

4. Mai 2005, 19:15
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Außerdem mit falschem Frachtbrief unterwegs - Fahrzeug abgestellt, Lenker angezeigt

Innsbruck - Nach 27 Stunden Fahrt ohne der vorgeschriebenen Ruhezeit ist ein deutscher Lkw-Lenker am Dienstag in Tirol aus dem Verkehr gezogen worden. Der 55-Jährige hatte zudem gefälschte Frachtpapiere bei sich, teilte die Gendarmerie mit.

Der Fahrer eines italienischen Sattelkraftfahrzeuges war gegen 9.45 auf der B 180 Reschenstraße bei Nauders (Bezirk Landeck) kontrolliert worden. Er händigte dem Gendarmeriebeamten einen Frachtbrief aus, nach dem das Fahrzeug in Kempten in Deutschland belanden worden sei und in Meran in Südtirol wieder entladen werden sollte. Mit diesem Frachtbrief hätte der Lenker die Reschenstraße befahren dürfen. Der Be- und Entladeort hätte sich in der erlaubten Zone der Verordnung über das bestehende Reschenfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen befunden.

Fahrverbot

Bei einer Nachschau im Führerhaus entdeckte der Beamte jedoch die originalen Frachtpapiere. Das Fahrzeug war bereits in Wiesbaden in Deutschland beladen worden und hätte erst in Piacenza, Leini und Bassano del Grappa in Italien - außerhalb der erlaubten Zone - entladen werden sollen. Der Lenker hätte daher nicht über die Reschenstraße fahren dürfen. Zudem hatte der Lenker die vorgeschriebene Tageslenkzeit nicht eingehalten.

Das Fahrzeug wurde für acht Stunden an Ort und Stelle abgestellt. Der Lenker wird am Bezirksgericht Landeck angezeigt. (APA)

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