Alonso: "Ferrari abnormal schnell"

8. Mai 2005, 15:26
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Schumacher vor Barcelona: "WM-Kampf hat so richtig begonnen" - BAR-Team vor Nagel­probe

Montmelo/Barcelona - Beim längst ausverkauften Heimspiel von Fernando Alonso in Montmelo bei Barcelona will Michael Schumacher am Sonntag die Aufholjagd fortsetzen und den 26-Punkte-Rückstand auf den WM-Spitzenreiter verkürzen. "Unser Auftritt zuletzt in Imola war fantastisch. Er hat uns allen spürbar Auftrieb gegeben, daher gehen wir voller Vorfreude nach Barcelona. Der WM-Kampf hat nun auch für uns so richtig begonnen", erklärte der Formel-1-Rekord-Weltmeister.

Vor dem Großen Preis von Spanien am Sonntag (14.00 Uhr/ORF 1, Premiere und RTL) schob der 36-jährige Ferrari-Star dem Renault-Piloten zwar die Favoritenrolle zu, doch Schumacher will sich für die Demütigungen in den ersten Saisonrennen durch den 13 Jahre jüngeren Kronprinzen revanchieren. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch in Barcelona wieder um den Sieg mitfahren werden", sagte der Deutsche.

Grand Prix ausverkauft

Nach dem nervenaufreibenden Duell von Imola, als Alonso den schnelleren Schumacher 15 Runden lang abwehren konnte, ist die Langeweile in der Formel 1 verflogen. So oder so, in Spanien steigt das F1-Fieber. Mit 115.000 Fans ist der Circuit de Catalunya, dort hat Schumacher seit dem Jahr 2001 nicht mehr verloren, ausverkauft. "Die Atmosphäre wird fantastisch sein, das wird eine große Party", meinte Alonso. Obwohl Renault in Montmelo die nächste Ausbaustufe des Motors zündet und mehr PS unter die Haube bringen wird, gestand Alonso: "Ferrari war in Imola abnormal schnell. Es wird immer schwieriger zu gewinnen, denn Ferrari hat aufgeholt."

Mit Jarno Trulli (18 Punkte/Toyota) und Fisichella (10/Renault) haben sich zwei Italiener zwischen Alonso (36) und Schumacher (10) geschoben, doch alles deutet nun auf ein heißes Saison-Duell zwischen dem Spanier und dem Deutschen hin. Im fünften WM-Lauf rechnet Schumacher aber auch noch mit BAR und McLaren-Mercedes.

Minardi weiter mit Cosworth-Motoren

Fix ist hingegen, dass Patrick Friesachers Minardi-Team auch 2006 Cosworth-Motoren verwenden wird. Und zwar weiterhin V10-3-Liter-Maschinen. Das steht den kleinen, unabhängigen Teams zu, obwohl die Regel ab 2006 V8-Motoren vorsieht. Vor zwei Wochen in Imola hatte Red Bull bekannt gegeben, ab der kommenden Saison mit Ferrari- statt Cosworth-Motoren zu fahren. (APA/Reuters/dpa)

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    Alonso schreibt fleißig Autogramme.

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