"Erklärung von Windhuk"

9. Mai 2005, 08:39
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Schwer wiegende Verletzung der Menschenrechte angeprangert

Der Internationale Tag der Pressefreiheit wurde 1991 von der UN-Vollversammlung ausgerufen. Er wird immer am 3. Mai begangen und erinnert an die "Erklärung von Windhuk", die am 3. Mai 1991 bei einem UNESCO-Seminar zur Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in der namibischen Hauptstadt Windhuk verabschiedet wurde.

Darin wird die Zensur als eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte angeprangert. Die Botschaft von Windhuk lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können.

Der Tag der Pressefreiheit erinnert auch an die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten der Welt. Seit 1997 verleiht die UNESCO - die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation - an diesem Tag den Guillermo- Cano-Preis zum Gedenken an den ermordeten kolumbianischen Journalisten.

In diesem Jahr wurde der mit 25 000 US-Dollar dotierte Preis dem chinesischen Journalisten Cheng Yizhong zuerkannt, der in seiner Zeitung als erster über die Sars-Epidemie und andere Tabu- Themen berichtete. Er wurde fünf Monate inhaftiert und darf seitdem nicht mehr journalistisch arbeiten. (APA/dpa)

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