Programmierer will Open-Source-Lizenz GPL verbieten lassen

12. Mai 2005, 10:22
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Klage gegen Free Software Foundation eingereicht - Soll gegen Antitrust-Act verstoßen

Der Softwareentwickler Daniel Wallace hat vor einem US-Gericht eine Klage eingebracht, die die freie Softwarelizenz GNU General Public License (GPL) zu Fall bringen soll. Wallace behauptet in der Klageschrift, die auf Groklaw veröffentlicht wurde, dass die GPL gegen den Clayton Antitrust Act (15 US Code Section 26) verstoße, da sie für Software einen fixen Preis vorschreibe.

Zentrum

Als beklagte Organisation wird im konkreten gegen die Free Software Foundation vorgegangen, diese habe gemeinsam mit Red Hat, Novell und Co konspiriert um einen fixen Preis festzuschreiben. Dadurch, dass die GPL vorschreibt, dass derivative Arbeiten auch kostenlos als Open Source veröffentlicht werden müssen, würden seine Chancen als Programmierer Geld zu verdienen verringert.

Statement

Open Source-Anwalt Larry Rosen gibt in einem Statement auf Groklaw dem Verfahren allerdings nicht viele Chancen: Schließlich stünde es Wallace weiterhin frei seine Arbeiten zu einem Preis zu veröffentlichen, der ihm passe, was ihm die GPL verbiete ist lediglich, die Arbeit anderer teuer anzubieten, ein Umstand, der in keinster Weise gegen den Antitrust Act verstoße. (red)

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