Schüssel gegen neuen Haider-Vorschlag

3. Mai 2005, 13:21
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Kanzler: Neue Volkszählung würde Ergebnisse zu Ortstafeln um Monate verzögern - Gorbach gegen Zurufe von außen

Wien - Der Vorschlag des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (B), im Ortstafelstreit eine geheime Minderheitenfeststellung in Kärnten vorzunehmen, wird von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) abgelehnt. Bei allen Verhandlungen bisher habe man sich auf die Volkszählungsergebnisse der Statistik Austria gestützt und diese Zahlen seien auch nie in Frage gestellt worden. Er sei dafür, dass man dies auch weiter so halte. Überdies würde jede Art von Sondererhebung die Ergebnisse um Monate verzögern, meinte Schüssel.

Auch Vizekanzler Hubert Gorbach (B) zeigt sich vom Vorschlag einer Sondererhebung nicht angetan. Der geschäftsführende BZÖ-Chef tritt dafür ein, dass man sich auf Basis des statistischen Materials einigt. Gleichzeitig warnte er davor, dass man sich in dieser sensiblen Angelegenheit nicht in Kleinigkeiten verlaufen solle. Eine nähere Einschätzung wollte der Vizekanzler nicht abgeben, da es keiner Zurufe von außen bedürfe. (APA)

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    Schüssel gegen Haiders Wunsch nach neuer Volkszählung

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