Verfassungsgericht bestätigt Wahlsieg Gnassingbes

4. Mai 2005, 20:24
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Präsidentensohn bekam 60 Prozent der Stimmen - Gewalttätige Unruhen mit bis zu 100 Toten -

Lomé - Das Verfassungsgericht in Togo hat am Dienstag den Sieg des Regierungskandidaten Fauré Gnassingbe bei der Präsidentenwahl bestätigt. Der Oberste Richter Atsu Koffi Amagah erklärte, Gnassingbe habe bei der Abstimmung vom 24. April 60 Prozent der Stimmen erhalten. Sein Gegenkandidat Bob Akitani sei auf 38 Prozent gekommen. Gnassingbe ist der Sohn des Anfang Februar verstorbenen Präsidenten Gnassingbe Eyadéma, der Togo 38 Jahre lang regierte.

Die Lage in dem westafrikanischen Land war nach der Wahl eskaliert, da sich die Opposition weigerte, den von der Wahlkommission vergangene Woche erklärten Sieg Gnassingbes anzuerkennen. Nach Angaben der Opposition wurden etwa 100 Menschen bei Unruhen getötet, Tausende flohen aus dem Land. In der Nacht auf Freitag überfielen Maskierte das Goethe-Institut in Lomé und setzten es in Brand. (APA/AP)

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    Faure Gnassingbe, zum Wahl-Sieger erklärter Sohn des verstorbenen Langzeit-Präsidenten Gnassingbe Eyadema.

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    Die Verfassungsrichter entschieden zugunsten von Faure Gnassingbe

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