Visastellen-Leiterin berichtet von Versäumnissen in Kiew

5. Mai 2005, 12:56
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Verhältnisse angetroffen, die sie sich so nicht habe vorstellen können

Berlin - An der Visastelle der deutschen Botschaft in Kiew hat es nach Darstellung der Leiterin, Regina Mittner-Robinson, schwer wiegende Mängel gegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Amtsübernahme im August 2002 sei die Visastelle "abgesoffen". Sie habe schon in der ersten Woche gewusst, dass die neue Stelle eine Herausforderung sei.

Sie habe Verhältnisse angetroffen, die sie sich so nicht habe vorstellen können, sagte die Diplomatin am Montagabend im Visa- Untersuchungsausschuss des Bundestages in Berlin.

Mittner-Robinson veranlasste zunächst eine Neuordnung der Geschäftsbereiche in der Visa-Stelle und der Visa-Anträge. Sie berichtete von einer ungewöhnlich hohen Zahl von Visa-Anträgen von Tänzern und Pilgern, die nach Deutschland wollten.

Allerdings werde es immer Visa-Missbrauch geben, solange es ein Visa-Regime gebe, sagte sie. Dies gelte vor allem dann, wenn man ein kriminelles Umfeld wie in Kiew antreffe. (APA/dpa)

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