Neandertaler als Nahrungskonkurrenten von Hyänen

2. Mai 2005, 23:00
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Knochenfunde in Frankreich lassen Rückschlüsse auf Konkurrenzkampf sowohl um Beute als auch um Wohnhöhlen zu

Washington - Neandertaler und Hyänen haben einander Fleisch und Wohnhöhlen streitig gemacht. Das legt der Fund eines 41.000 Jahre alten Neandertaler-Oberschenkelknochens aus Frankreich nahe. Archäologische Indizien zeigten, dass sich Neandertaler und Hyänen von denselben Tieren ernährt hätten, berichten Cedric Beauval von der Universität Bordeaux und Kollegen in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften von diesem Dienstag. Außerdem belege der Fund eine größere Mobilität der damaligen Neandertaler als gedacht.

Der Oberschenkelhalsknochen stammt aus einer Höhle in Westfrankreich, die zu Lebzeiten der Neandertaler auch Hyänen beherbergt haben soll. Einige in der Wohnhöhle gefundene Tierknochen zeigten sowohl Zahnabdrücke von Hyänen als auch Spuren von Schneidewerkzeugen, schreibt das Forscherteam, zu dem auch Svante Pääbo vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie gehört. Außerdem sei auch der Neandertalerknochen von Fleischfressern abgenagt worden, wahrscheinlich von Hyänen. Dies illustriere die scharfe Konkurrenz um Nahrung und Platz in der Mittleren Steinzeit.

Die Form des Oberschenkelknochens belege darüber hinaus, dass die Neandertaler dieser Zeit bereits weiter gewandert sind und ein größeres Einzugsgebiet hatten als bekannt, betonen die Forscher. Die Entwicklung einer größeren Mobilität habe - anders als gedacht - bereits vor der Ankunft der modernen Menschen in Europa begonnen, die die Neandertaler schließlich verdrängten. Form und DNA-Analyse hatten den Knochen als den eines Neandertalers ausgewiesen. (APA/dpa)

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    Die Tüpfelhyäne war einst auch in Europa heimisch - und offenbar eine Konkurrentin des Neandertalers

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