SPÖ will Kindergeld "dringend" reformieren

4. Mai 2005, 16:00
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Längerer Kündigungsschutz für Eltern - Mit Infografik

Wien - Männliche Kindergeldbezieher sind noch immer eine Minderheit. Nur 3,1 Prozent von 168.401 ausgezahlten Kindergeldeuros (in Höhe von 436 Euro pro Monat) sind mit Stand Februar 2005 an Väter ergangen.

Grund genug für die SP-Bundesfrauenvorsitzende und zweite Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, eine "dringende" Reform des derzeitigen Modells zu fordern. Für Väter gebe es etwa "noch viel zu wenig Ansporn", sich aktiv an der Kinderbetreuung zu beteiligen. Gemeinsam mit den roten Gewerkschaftsfrauen wurde ein "Kindergeld plus"-Modell erarbeitet. Mit finanziellen Anreizen für einen frühen Wiedereinstieg: Würden sich Eltern die zweieinhalb Jahre Karenz teilen, sollten sie künftig 555 Euro erhalten. Zudem soll der Kündigungsschutz um ein halbes Jahr ausgeweitet werden.

VP-Familiensprecherin Ridi Steibl verteidigt die Kindergeldregelung, auch die 24 Monate Kündigungsschutz will sie beibehalten. Steibl spricht von einem Zickzackkurs der SPÖ. Grünen-Familiensprecherin Sabine Mandak plädiert für ein einkommensabhängiges Karenzgeld, auf das auch die SPÖ nach ihrem "Not- und Sofortprogramm" hinarbeiten will. (kmo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 03.05.2005)

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