Togo: Mehr als 16.000 Menschen flohen in Nachbarländer

3. Mai 2005, 09:58
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Ausschreitungen nach Präsidentschaftswahl treiben Menschen aus dem Land

Lomé/Genf - Angesichts der politischen Unruhen in Togo sind mehr als 16.000 Togolesen in die Nachbarländer Benin und Ghana geflohen. Bis Sonntagabend seien mehr als 9100 Flüchtlinge in Benin registriert worden, weitere 7400 Menschen seien nach Ghana geflohen, sagte ein Verantwortlicher des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) am Montag.

Der Fluchtwelle vorausgegangen waren Ausschreitungen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Togo am 24. April. Unter den Flüchtlingen seien Opfer von Gewalt, einige hätten Schussverletzungen oder Spuren von Prügel, sagte der UNHCR-Vertreter. Einige Flüchtlinge seien von togolesischen Soldaten geschlagen worden als sie versuchten, die Grenze zu überqueren.

Am vergangenen Dienstag war der Sohn des verstorbenen togolesischen Staatschefs Gnassingbé Eyadéma, Faure Gnassingbé, zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Togo erklärt worden. Die Opposition warf der Regierung daraufhin Wahlbetrug vor und erklärte am Mittwoch ihren Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Akitani Bob zum Sieger. (APA/AFP)

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