Deutsche Postbank begrenzt Höhe von Online-Überweisungen

9. Mai 2005, 11:23
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Maßnahme gegen "Phishing"-Versuche - In Österreich keine derartigen Pläne

Die deutsche Postbank reagiert auf die Zunahme so genannter "Phishing"-Attacken bei Bankgeschäften per Internet. Wie das Unternehmen am Montag in Bonn mitteilte, wird als Sofortmaßnahme ein Limit von 3.000 Euro pro Überweisung im Online-Banking eingeführt. Im Sommer soll das TAN-Verfahren verändert werden, um Phishing weiter zu erschweren.

In Österreich keine derartigen Pläne

In Österreich ist derzeit keine Limitierung im Online-Banking vorgesehen, wie am Montag ein Rundruf unter heimischen Banken ergab.

Als "Phishing"-Attacke werden bestimmte Versuche des Datendiebstahls bezeichnet. Die Täter versuchen zum Beispiel, Bankkunden durch gefälschte E-Mails und täuschend echt aussehende Web-Seiten zu veranlassen, ihre geheimes Passwort und die TAN einzugeben. Damit könnten die Betrüger dann Geld vom Konto des Geschädigten überweisen.

Bisher kein Schaden

Die Postbank betonte, bisher seien ihre Kunden durch diese Attacken nicht zu Schaden gekommen. Dennoch will sie Phishing-Versuche erschweren. Im Sommer sollen die Kunden die Möglichkeit erhalten, ein Überweisungslimit nach eigenen Wünschen festzulegen. Außerdem soll dem Kunden nach dem Zufallsprinzip die Verwendung einer bestimmten TAN aus seiner TAN-Liste vorgegeben werden. Damit hätten "Phisher" keine Chance mehr, betonte die Bank. (APA)

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