Vorarlberg weist Kritik von Global 2000 an Einsatz von Antibiotikum zurück

4. Mai 2005, 08:40
1 Posting

Streptomycin soll Pflanzenseuche bekämpfen - Feuerbrand-Situation in der Schweiz sei nicht mit jener in Vorarlberg vergleichbar

Bregenz - Die Abteilung Landwirtschaft im Amt der Vorarlberger Landesregierung hat am Montag die von Global 2000 geäußerte Kritik am Einsatz des Antibiotikums Streptomycin zur Bekämpfung der Pflanzenseuche Feuerbrand zurückgewiesen. Die Situation in der Schweiz sei nicht vergleichbar, wurde in einer Aussendung der Landes-Korrespondenz betont. In der Schweiz habe der Feuerbrand seit 2000 nur geringe Schäden verursacht.

Die hochinfektiöse und schwer zu bekämpfende Pflanzenseuche Feuerbrand hat in Vorarlberg seit dem Jahr 2000 zum Verlust von 9,2 Hektar bzw. einem Viertel der Kernobst-Erwerbsfläche geführt. "Sowohl die Schnitt- und Rodungsmaßnahmen als auch alternativ angewandte Bekämpfungsmethoden vermochten bislang die vom Feuerbranderreger ausgehende besondere Gefahr für den Erwerbsobstbau nicht wirksam zu minimieren", wird in der Aussendung festgehalten. Die Zulassung von Streptomycin in den Jahren 2003 und 2004 für Bayern und Baden-Württemberg habe den Druck in Vorarlberg erhöht, ebenfalls die Bewilligung für den Einsatz von Streptomycin zu erhalten.

Die Anwendung von Streptomycin in Vorarlberg ist unter Auflagen und Kontrolle auf sieben Erwerbsobstbauern im Bodensee-Gebiet beschränkt. Im Interesse des Konsumentenschutzes und der Produktsicherheit wird im Umkreis von drei Kilometern um den Anwendungsbereich des Streptomycins eine flächendeckende Kontrolle und im Umkreis von fünf Kilometern eine Stichprobenkontrolle des Honigs erfolgen. (APA)

Share if you care.