"Die Kraft der Frau im Unternehmen"

2. Mai 2005, 14:00
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gendernow für die Chancengleichheit in Niederösterreich - genderKalender, Folder und Unterrichtskoffer

Wien/St. Pölten - "Frauen sind, obwohl ihre Schulbildung und Qualifikation laufend steigt, im Erwerbsleben und am Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt. Sie verdienen auch bei gleicher Qualifikation weniger, sie stoßen an die sogenannten gläsernen Decken, die es anscheinend für Männer nicht gibt und sie tragen, trotz zunehmender Berufstätigkeit, noch immer die überwiegende Last der Familienarbeit", so Karl Fakler vom AMS Niederösterreich. Damit sich daran etwas ändert, arbeitet gendernow seit nunmehr drei Jahren im Auftrag des NÖ-Beschäftigungspaktes für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Niederösterreich.

Für 2005 hat gendernow, die Koordinationsstelle für Chancengleichheit in Niederösterreich, wiederum zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten im Programm. Die nächste Veranstaltung zum Thema "Die Kraft der Frau im Unternehmen" wird Anfang Juni in Kooperation mit den Wirtschaftskammerbezirksstellen des Mostviertels (Scheibbs, Melk und Amstetten) stattfinden. Im Herbst werden niederösterreichische Powerfrauen vor den Vorhang geholt. Außerdem widmet gendernow den Frauen in Sozial- und Pflegeberufen einen besonderen Schwerpunkt.

PartnerInnen des TEP

Zur Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit wurde im März dieses Jahres der Vertrag für gendernow mit den PartnerInnen des NÖ-Beschäftigungspaktes bis Ende 2006 verlängert. Die PartnerInnen des TEP (Territorialer Beschäftigungspakt) sind das Land NÖ, das AMS NÖ, das Bundessozialamt sowie die SozialpartnerInnen. Dazu Landesrätin Petra Bohuslav: "Der TEP hat sich neben der Stärkung der niederösterreichischen Wirtschaft, die Verbesserung der Erwerbschancen von Arbeitskräften und Arbeitslosen und dabei ganz besonders von benachteiligten Personengruppen zum Ziel gesetzt. gendernow ist das Element des TEP, das diesem Anliegen seit Jahren Rechnung trägt. Wir hoffen auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle der arbeitenden Frauen in Niederösterreich."

Engagiertes Ziel der Koordinationsstelle und deren Mitarbeiterinnen ist die Umsetzung von Gender Mainstreaming in Niederösterreich. gendernow schafft Bewusstsein für Ungleichbehandlung von Frauen und Männern und zeigt wie konkrete Lösungen aussehen:

1. Zehn niederösterreichische Unternehmen sind im genderKalender 2005 porträtiert. In diesem praktischen Bürokalender beschreiben bekannte Firmen ihre Erfahrungen und Erfolgsfaktoren, aber auch mit welchen Problemen und Hürden sie bei der Umsetzung von Gleichstellung zu kämpfen hatten. Außerdem gibt es wertvolle Tipps und Anregungen für die betriebliche Praxis. Große Unternehmen, wie Palmers, Dynea, Essilor oder Isover findet man genauso wie den kleinen Medienbetrieb von Gabriele Gaukel in Krumau/Kamp. Der Kalender ist bei gendernow erhältlich.

2. Gleichstellung in Unternehmen - ein Folder der zehn gute Gründe dafür nennt und mit gängigen Vorurteilen aufräumt. Wie zum Beispiel, dass Frauen die Betriebe mehr kosten, weil sie Kinder bekommen. Oder ob Frauen überhaupt für technische Berufe geeignet sind. Ja, mehr noch, dass Chancengleichheit von Frauen und Männern dem Unternehmen wirtschaftliche Vorteile bringt, ist vielen ArbeitgeberInnen neu. Den Folder gibt es zum Download auf der gendernow-Homepage.

3. Der virtuelle geseBo-Koffer - ein kreatives Werkzeug für die Ausbildungs- und Berufswahl im Unterricht. Ausprobiert haben es bereits SchülerInnen der Hauptschulen Langenlois und Weitersfeld sowie Studierende und LehrerInnen der PÄDAK Krems. Ihre Erfahrungsberichte, neue Rollenspiele, ein Arbeitsmarktquiz und jede Menge Infos für den geschlechtssensiblen Unterricht stehen im virtuellen Methoden-Koffer unter www.gendernow.at/geseBo für den Einsatz in Schulen und für BerufsberaterInnen zur Verfügung.

Finanziert wird gendernow aus den Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und des Europäischen Sozialfonds. (red)

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