Handeln statt schweigen

17. Mai 2005, 11:00
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Universität Salzburg bietet neue Anlaufstelle für Opfer von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Salzburg - Ob es sich nun um sexistische Bemerkungen oder direkte körperliche Angriffe handelt: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz haben – wie aktuelle Studien zeigen - bereits neun von zehn österreichische Frauen zumindest einmal erlebt. Mehr als ein Drittel ist dieser Art von Machtausübung durch Männer beinahe täglich ausgesetzt.

Beratung

An der Universität Salzburg heißt es nun "Weg vom Tabu!". Konkret bietet eine neue Broschüre Rat und Hilfe für Betroffene. Vor allem geht es darum, dass sexuell Belästigte – das können auch (vor allem junge) Männer sein – nicht schweigen und sich damit selber isolieren. Besser ist es, die Sache ernst und fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ab Mai bietet die Universität Salzburg eine Anlaufstelle zur psychologischen Erstberatung bei sexueller Belästigung mit Telefon-Hotline (0664-499 5968) und anonymer, kostenloser Beratung durch eine Psychologin an.

Für jene, die sich belästigt fühlen, gibt es schon jetzt an der Universität Salzburg und ihrem Umfeld zahlreiche Stellen, die Rat und Hilfe zu aktiver Gegenwehr anbieten. Mehr als 25 solche Adressen und Links sowie zahlreiche Buchtipps findet man in der Broschüre. (red)

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    foto: bankosegger/gendup
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