Neue UNICEF-Leiterin pocht auf Umsetzung der Millenniumsziele

9. Mai 2005, 12:13
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Ann Veneman: "Zu viele Kinder auf der Welt haben eine Kindheit, die diesen Namen nicht verdient."

Köln - Für die neue Leiterin des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF ist es nach eigenen Angaben das wichtigste Ziel, die so genannten Millenniumsziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen. "Die Millenniumsziele stellen ausdrücklich das Wohlergehen der Kinder in den Mittelpunkt", erklärte die frühere US-Landwirtschaftsministerin Ann Veneman zu ihrem Amtsantritt am Montag.

Deshalb komme UNICEF eine zentrale Rolle bei ihrer Verwirklichung zu. "Zu viele Kinder auf der Welt haben eine Kindheit, die diesen Namen nicht verdient." Sie freue sich darauf, den UNICEF-Auftrag für eine bessere Welt für Kinder fortzusetzen, erklärte die 55-Jährige. "Es ist eine große Ehre für mich, mit UNICEF eine der wichtigsten Organisationen auf der Welt zu leiten."

Die Vorgabe

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen hatten im September 2000 vereinbart, bis zum Jahr 2015 allen Kindern den Besuch einer Schule zu ermöglichen, die Benachteiligung von Mädchen und Frauen zu beenden, die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu reduzieren sowie die Müttersterblichkeit um drei Viertel zu senken und die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids zu stoppen.

Venemann ist die fünfte Chefin in der 60-jährigen Geschichte von UNICEF. Die promovierte Juristin löst - als zweite Frau an der Spitze der Organisation - Carol Bellamy ab, die das Hilfswerk in den vergangenen zehn Jahren geführt hatte. (APA)

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    Ann Veneman

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