Telekom Austria - Gründung neuer Teilgesellschaften 2006 angedacht

10. Mai 2005, 10:11
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Aufsichtsrat genehmigt Strukturreform vorläufig aber ohne Änderungen der Rechtsformen

Die Telekom Austria (TA) überlegt die Gründung neuer Teilgesellschaften. Der Aufsichtsrat hat am Montag per Umlaufbeschluss eine bereits angekündigte Strukturreform beschlossen, wonach die Telekom unter einer Holding in Festnetz, Mobilfunk sowie einen gemeinsamen Servicebereich aufgeteilt werden soll.

Alles beim Alten

Vorerst bleibt gesellschaftsrechtlich alles beim Alten: In der Telekom Austria AG werden die Holdingfunktionen - Strategie, Akquisitionen, Personal, Recht, Konzernkommunikation, Investor Relations, Revision, Treasury & Finanzen, Einkauf & Logistik, Controlling und Rechnungswesen - sowie zunächst auch der Festnetz-Bereich angesiedelt sein, in der Mobilkom Austria AG & Co. KG weiterhin die operativen Mobilfunkgeschäfte sowohl im In- als auch im Ausland. Im Rahmen der Hauptversammlung 2006 sei dann aber auch die gesellschaftsrechtliche Umsetzung angedacht, teilte die TA am Montag in einer Presseinformation mit.

"Da ist noch alles offen"

Unternehmenssprecher Martin Bredl schließt im Zuge dessen die Gründung einer neuen Festnetzgesellschaft nicht aus, ebenso nicht die Schaffung einer neuen Service-Tochter nach Vorbild der ÖBB. "Da ist noch alles offen", betonte Bredl auf APA-Anfrage. In der Telekom Austria AG als Holding werden aber in jedem Fall weiterhin alle vier Vorständen - auch jene für Festnetz und Mobilfunk - vertreten sein.

Ziel

Ziel der neuen Struktur sei es, "die Kunden noch effizienter zu betreuen und gleichzeitig über einen gemeinsamen Servicebereich Synergieeffekte zu erzielen". Außerdem soll die neue Struktur mehr Kostentransparenz bringen. Die erste Phase der Reform - eben ohne gesellschaftsrechtliche Konsequenzen - soll bis 1. Jänner 2006 abgeschlossen sein.(APA)

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