Jahrhunderte alte Gebäude durch Bauboom in Gefahr

7. Mai 2005, 14:12
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Hohe Geldstrafen bei Zerstörung historischer Häuser in Peking

Peking - Mit drastischen Mitteln wollen die chinesischen Behörden die fortschreitende Zerstörung des alten Peking stoppen. Wer historische Gebäude beschädige oder abreiße, müsse künftig mit einer Geldstrafe von umgerechnet bis zu 18.500 Euro rechnen, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Montag.

Nach ihren Angaben dienen die neuen Bestimmungen dem Schutz der Jahrhunderte alten Häuser, die zunehmend dem Bauboom in der chinesischen Hauptstadt zum Opfer fallen. Um die Strafe zahlen zu können, müsste ein chinesischer Durchschnittsverdiener Jahrzehnte lang arbeiten.

Bis zur Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949 zählte Peking zu den ältesten Hauptstädten der Welt. Unter kommunistischer Herrschaft wurde das Kulturerbe, das teilweise bis zu Ming-Dynastie (1368 bis 1644) zurückreichte, innerhalb von einem halben Jahrhundert weitgehend zerstört. Die wenigen übrig gebliebenen denkmalgeschützten Anlagen - vor allem die alten, rund um Höfe angelegten Häuser - mussten dann in den vergangenen zehn Jahren neuen Straßen und modernen Bauprojekten weichen. (APA)

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    Skyline von Peking

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