NÖ: Erneut Aufregung um Rettungseinsatz

4. Mai 2005, 08:38
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Nach Schienbeinbruch bei Fußballspiel war kein Notarzthubschrauber verfügbar

Melk - Wieder Aufregung rund um einen Rettungseinsatz in Niederösterreich: Bei einem Fußballspiel im Bezirk Melk hatte am Wochenende ein Spieler einen Schienbeinbruch erlitten. Die zur Hilfe gerufene Ärztin habe laut Homepage des ORF-NÖ einen Notarzthubschrauber angefordert, der erst nach 65 Minuten am Unfallort eingetroffen sei.

"Besser kann Einsatz nicht laufen"

Christof Chwojka, Geschäftsführer des Rettungs-Leitstellensystems LEBIG, kann den neuerlichen Wirbel nicht nachvollziehen: "Es war ein Sanitäter vor Ort, sieben Minuten später war die Rettung da, weitere zehn Minuten später die Ärztin. Besser kann ein Einsatz eigentlich nicht laufen."

Diskussionen um eine angebliche Verzögerung des Hubschraubertransportes weist Chwojka zurück: "Zum Zeitpunkt des Unfalls waren beide verfügbaren Notarzthubschrauber im Einsatz - und als dann einer frei wurde, ist er hingeflogen. Außerdem hat das keine 65 Minuten, sondern nur 45 Minuten gedauert."

Angeblich Diskussion um Kosten

Laut Medienberichten soll es seitens der Leitstelle Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Einsatzes gegeben haben bzw. über die Kostenfrage diskutiert worden sein. Chwojka zur APA: "Das ist doch gar nicht unsere Aufgabe. Uns wurde immer vorgeworfen, dass wir uns zu wenig um die Kosten kümmern. Fakt ist: Wenn jemand einen Notarzthubschrauber anfordert, dann bekommt er ihn auch." (APA)

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