Wegen Insiderhandels verurteilter Aktienhändler Rivkin tot

13. Mai 2005, 19:15
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Selbstmord aus privaten Gründen

Sydney - Der wegen Insiderhandels 2003 zu einer Haftstrafe verurteilte australische Aktienhändler René Rivkin hat Selbstmord begangen. Das teilte Rivkins Anwalt Greg Walsh am Montag mit. Der 61-jährige Millionär habe sich am Sonntag, wenige Wochen nach der Trennung von seiner Frau Gayle nach 32 Jahren Ehe, das Leben genommen.

Rivkin war im Mai 2003 wegen Insiderhandels mit Aktien der australischen Fluggesellschaft Qantas zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden und hätte neun Monate lang seine Wochenenden hinter Gitter verbringen sollen. Er musste auf Grund ärztlicher Atteste aber nicht oft ins Gefängnis. Er wurde wegen mehrerer gutartiger Hirntumore operiert und außerdem wurde ihm die Gallenblase entfernt. Er litt an manischer Depression und verübte bereits im vergangenen Jahr einen Selbstmordversuch. Wegen Finanzbetruges und Geldwäscherei hatten sich die australischen Behörden mit einem Rechtshilfegesuchen an die Schweiz gewandt, dem im Jänner stattgegeben wurde. (APA/AP)

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