20 Tote bei Bombenanschlag auf Beerdigung

3. Mai 2005, 13:07
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Welle der Gewalt nach Regierungsbildung im Irak - Australier im Irak als Geisel genommen - Verdächtige im Fall Hassan festgenommen

Mossul/Bagdad - Ein Selbstmordanschlag auf eine Beerdigungsgesellschaft im Nordirak hat am Sonntag mindestens 20 Menschen das Leben gekostet, mehr als 30 wurden verletzt. Es war der traurige Höhepunkt einer Welle der Gewalt, der sich die Bevölkerung nach der Regierungsbildung im Irak ausgesetzt sieht. Seit Freitag gab es mindestens 100 Tote.

Der Attentäter war nach Angaben des Vizegouverneurs der Provinz Niniveh, Khusru Kuranin, einem Auto gesessen und seine Sprengladung in der Nähe einer gut besuchten Trauerfeier für den am Samstag erschossenen DPK-Funktionär Taleb Sajed Wahba gezündet. Khusru sprach von mindestens 25 Toten. Nach dem Anschlag hätten Bewaffnete die Zufahrtsstraße blockiert, so dass zunächst keine Krankenwagen zum Anschlagsort gelangen konnten. Dabei sei es zu Schießereien mit irakischen Soldaten und Polizisten gekommen. Laut Augenzeugen fuhr der Selbstmordattentäter in einem Auto der US-Marke Chevrolet. (APA/AP)

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