Streit über Flughafen belastet iranisch-britische Beziehungen

3. Mai 2005, 09:01
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Nach Warnungen vor Sicherheitsmängeln und angeblicher Kritik am Airport-Namen

Teheran - Im Streit über die Sicherheit des neuen internationalen Flughafens von Teheran haben iranische Politiker am Sonntag gefordert, die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien abzubrechen.

Großbritannien und Kanada hatten an Reisende appelliert, den am Samstag eröffneten internationalen Flughafen "Imam Khomeini", zu meiden, weil die dortige Start- und Landebahn Sicherheitsmängel aufweise. Im Iran sorgten zudem Nachrichten für Empörung, wonach die britische Regierung angeblich eine Änderung des Namens des etwa 50 Kilometer südlich von Teheran gelegenen Flughafens wünsche: Er ist nach dem Führer der Islamischen Revolution von 1979, Ajatollah Ruhollah Khomeini, benannt.

Vor allem die angebliche Kritik an dem Namen erzürnte ultra-konservative Kleriker. "Wenn sich Großbritannien beim Iran nicht entschuldigt, werden wir alle Kontakte zu diesem Staat einstellen und den Botschafter ausweisen", sagte Parlamentsmitglied Hamid Reza Hajibabaei. In der ultra-konservativen Zeitung "Kayhan" wurde die Forderung erhoben, britische Staatsbürger nicht mehr einreisen zu lassen. Die britische Botschaft in Teheran erklärte, Großbritannien habe keine Namensänderung gewünscht, es gehe lediglich um die Sicherheit der Reisenden. (APA/Reuters)

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