US-Bericht belegt Gefangenen-Misshandlungen in Guantanamo

5. Mai 2005, 11:08
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"New York Times": Militärs entwickelten neue Verhörmethoden - Bericht stützt sich auch auf FBI-Angaben

New York - Eine US-Militäruntersuchung belegt einem Zeitungsbericht zufolge Misshandlungen oder Demütigungen von Gefangenen auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo auf Kuba. In Guantanamo seien Gefangene bei Bemühungen des Militärs, neue Verhörmethoden zu entwickeln, misshandelt worden, berichtete die "New York Times" am Sonntag unter Berufung auf hochrangige Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, die sich auf Ergebnisse des Untersuchungsberichts bezogen.

Der Bericht, der klären solle, welche Befragungsmethoden in Guantanamo zum Einsatz kamen, stützte sich zum Teil auf Aussagen von Agenten des US-Geheimdienstes (FBI). In geheimen Aufzeichnungen berichteten diese, weibliche Beamte hätten männliche Gefangene bei Befragungen misshandelt. Zudem bezeugten die Geheimdienstmitarbeiter, Häftlinge hätten stundenlang nackt und gefesselt auf dem Boden liegen müssen.

Der "New York Times" zufolge ist unklar, bis in welche Hierarchieebene des Militärs die Verantwortung für die Misshandlungen reiche. Der Bericht solle zunächst fertig gestellt und in einigen Wochen veröffentlicht werden. (APA/Reuters)

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