Slowakei hatte mit Weißrussland Mühe

4. Mai 2005, 10:34
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Hart erkämpfter 2:1-Sieg in der Österreich-Gruppe - Finnland besiegt Dänemark in Gruppe C ebenfalls mit 2:1

Wien/Innsbruck - Vier Stunden nach dem 4:2-Sieg von Russland gegen Österreich setzte sich auch der zweite Gold-Kandidat der Gruppe A durch. Die Slowakei besiegte in Wien Weißrussland mit 2:1 (0:0,0:0,2:1), musste aber wie Russland bis in die Schlussphase zittern. Auch in Innsbruck gab es nur Favoritensiege. Nach dem 6:4 von Titelverteidiger Kanada gegen Lettland setzte sich Finnland im ersten skandinavischen Duell gegen Dänemark 2:1 (1:0,0:0,1:1)durch.

Die Startruppe der Slowakei, von tausenden Fans angefeuert, tat sich gegen Weißrussland, am Montag (20:15) nächster Gegner der Österreicher, schwerer als erwartet. Zwei Drittel lang setzten sie Torhüter Andrej Mezin zwar unter Dauerbeschuss, aber der Legionär von St. Petersburg hielt stand. 35 Schüsse parierte Mezin in den ersten 40 Minuten, ehe Marian Hossa seinen Vater und slowakischen Teamchef Frantisek Hossa erlöste. Nach idealem Pass von Marian Gaborik brachte der Stürmer der Ottawa Senators den hohen Favoriten in Führung.

Doch 101 Sekunden später kam der Aufsteiger zum überraschenden Ausgleich. Koltsow traf zum 1:1, wobei Torhüter Jan Lasak keine gute Figur machte. Doch so wie Russland gelang auch der Slowakei drei Minuten vor Schluss der Siegestreffer. Nach Fehler von Mikultschik bediente Hossa diesmal Gaborik, der Stürmer der Minnesota Wild hatte kein Problem mehr bei der Vollstreckung (57.).

Die Slowaken verloren allerdings Ivan Majesky. Der Verteidiger der Atlanta Thrashers stürzte über einen Weißrussen und musste nach neun Minuten mit einer Beinverletzung vom Eis.

Im ersten von drei skandinavischen Vorrunden-Duellen in Gruppe C bezwang Finnland Dänemark mit 2:1. In einer Partie, die mit dem Auftaktkracher Kanada - Lettland (6:4) an Tempo und Klasse nicht mithielt, brachte Verteidiger Jere Karalahti den Weltmeister von 1995 mit einem Schlagschuss im Powerplay in Front (19.).

Die Finnen beschränkten sich danach auf das Nötigste, Dänemark kam kaum zu Chancen. Wenn es für "Suomi"-Goalie Norrena ernst wurde, dann meist nur nach Kontern. Anfang des dritten Drittels (42.) erhöhte Niko Kapanen auf 2:0, sorgte damit für die Vorentscheidung. Zwar gelang Verteidiger Andreas Andreasen in der 60. Minute der Anschlusstreffer, eine dänische Offensive in 58 hektischen Schlusssekunden blieb aber unbelohnt. (APA)

Gruppe A:

  • Slowakei - Weißrussland 2:1 (0:0,0:0,2:1). Wiener Stadthalle, 8.400 (ausverkauft). Reiber/Doucette/Hamalainen (SUI/CAN/FIN).

    Tore: Hossa (42.), Gaborik (57.) bzw. Koltsow (44.). Strafminuten: 10 bzw. 4

    Slowakei: Lasak - Visnovsky, Strbak; Chara, Granak; Majesky, Suchy; Lintner, Vydareny - Palffy, Stümpel, Zednik; Gaborik, Demitra, Hossa; Bartecko, Satan, Handzus; Stefanka, Orszagh, Pucher

    Weißrussland: Mezin - Baschko, Makritskij, Mikultschik, Erkowitsch; Schurik, Swita; Kopat - Koltsow, Zadalenow, Tsyplakow; Grabowskij, Skabelka, Ugarow; Strachow, Filin, Michalew; Dudik, Kostitsyn

    Gruppe C:

  • Finnland - Dänemark 2:1 (1:0,0:0,1:1). Innsbrucker Olympiahalle, 5.500 Zuschauer, SR Lauff (SVK) Wasko (BLR) und Feola (USA).

    Tore: Karalahti (19./PP), Kapanen (42.) bzw. Andreasen (60.)
    Strafminuten: 8 bzw. 10

    Finnland: Norrena - Karalahti, Timonen; Nummelin, Niemi; Kukkonen, Väänänen - O. Jokinen, Peltonen, Kallio; Hentunen, Parssinen, Kapanen; Hagman, Hahl, Rita; Pakaslahti, Eloranta, Ruutu

    Dänemark: Hirsch - Andreasen, Damgaard; Schioldan, Dahlmann; Akesson, Johnsen; Möller - Andersen, Green, Staal; Regin, Nielsen, Hansen; L. Degn, Monberg, K. Degn; Kjärgaard, Smidt, Grey

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Stürmer-Star Miroslav Satan (Slowakei/re) wird in seinem Vorwärtsdrang von Andrei Bashko (Weißrussland) eingebremst.

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