Vier Tote bei Autobombenanschlägen im Irak

1. Mai 2005, 14:59
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Mehrere Verletzte und Tote bei Autobombenanschlägen auf Militärstreifen in Bagdad

Bagdad - Extremisten haben bei mehreren Autobombenanschlägen auf Militärstreifen in Bagdad am Samstag vier Menschen getötet und 16 weitere verletzt.

Wie die irakische Polizei weiter mitteilte, wurden bei einem der Anschläge nahe einer Polizeiwache zwei Passanten getötet, darunter ein Kind. Bei einer weiteren Detonation nahe einer US-Patrouille im Osten der Stadt wurden ebenfalls zwei Zivilisten getötet. Ein weiterer Sprengsatz ging in der Nähe einer anderen US-Patrouille im Westen Bagdads hoch, wobei zunächst keine Angaben über etwaige Opfer vorlagen. Die Gewalttaten ereigneten sich nur einen Tag nach einer Anschlagsserie in der Hauptstadt und ihrem Umland, bei der mehr als 30 Menschen getötet und fast 100 weitere verletzt worden waren. Unter den Toten waren auch drei US-Soldaten.

Der Chef der Al-Kaida-Organisation im Irak, Abu Mussab al-Sarkaui, hatte am selben Tag im Internet zu weiteren Selbstmordanschlägen gegen US-Soldaten aufgerufen. Insgesamt sind nach dem Wiederaufflammen der Gewalt im Irak allein in den vergangenen sechs Wochen weit mehr als 300 irakische Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Die Hoffnungen der Iraker ruhen nun auf der am Donnerstag vorgestellten neuen Regierung. (Reuters)

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    Bei einem der Anschläge nahe einer Polizeiwache in Bagdad wurden zwei Passanten getötet, darunter ein Kind.

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