Ministerium dementiert Bericht zu Hartz IV-Mehrkosten

Redaktion, 03. Mai 2005 09:00

"Spiegel" sprach zuvor von zehn Milliarden Euro für 2006

Berlin - Das deutsche Arbeitsministerium hat einen Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zurückgewiesen. Das Blatt hatte unter Berufung auf eine Schätzung der deutschen Regierung berichtet, die Arbeitsmarktreform Hartz IV werde deutlich teurer als geplant; die Mehrkosten würden 2006 auf bis zu zehn Milliarden Euro steigen. Ein Sprecher des Arbeitsministeriums bezeichnete die Meldung als "spekulativ und verfrüht".

Die statistischen Folgen der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II seien "immer noch nicht endgültig geklärt", ergänzte der Sprecher. Es sei noch nicht bekannt, wie sich die Vermittlung 2005 auswirken werde.

Als Grund für die Kostenexplosion bei Hartz IV führte "Der Spiegel" unter anderem die Einstellung von rund 4.000 Vermittlern für Langzeitarbeitslosen bei der Bundesagentur für Arbeit an. Das zusätzliche Personal werde pro Jahr rund 240 Millionen Euro kosten.

Eine Sprecherin der Bundesagentur dementierte das. Derzeit liefen Abstimmungen zwischen der Arbeits-Agentur und dem Arbeitsministerium über den Personalbedarf. Sollte er höher sein, "dann werden die Arbeitsgemeinschaften auch die Möglichkeit bekommen, zusätzliche Arbeitsvermittler einzustellen", hieß es. (APA/dpa)

PIPPI KURZSTRUMPF
 
02.05.2005 00:52
ps: berater und beamte

haben ihr gehalt und ihr arbeit abgesichert -
viel teure umorganisation und viel teures papier - ???

PIPPI KURZSTRUMPF
 
01.05.2005 23:57
warum haben die dann nicht einfach alle

arbeitslosen gleich beim "AMS" angestellt und denen
ein gehalt bezahlt statt milliarden für berater,
planung, papiere, umstrukturierung, formulare, etc. auszugeben.

Rüdiger Schneider
01.05.2005 23:24
"dann werden die Arbeitsgemeinschaften auch die Möglichkeit bekommen, zusätzliche Arbeitsvermittler einzustellen"

Wozu denn zusätzliche Arbeitsvermittler, wenn´s nichts zu vermitteln gibt. Die AA verwaltet doch nur noch die steigende Arbeitslosigkeit in D.

holodoc himself
 
01.05.2005 16:11
Das kommt da von ...

... wenn man "Managern" politische Entscheidungen überläßt!

Arbeit ist in Deutschland billiger (das war ja schließlich das Ziel von VW-Manager Hartz) geworden, aber Jobs hat es keine gebracht!

Arbeitslose bekommen in D-Land nichts solange sie noch selbst etwas besitzen, gleiches sollte auch für Manager gelten. Wer dem Staat Geld kostet soll dafür mit dem Privatvermögen haften!

Theobald Tiger
01.05.2005 11:10
Die Macher der Reform

sind von dieser Entwicklung überrascht? Ein weiterer Beweis für ihr Pfuschertum.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.