Die schwersten Anschläge auf Touristen in Ägypten seit 1990

25. Mai 2005, 14:26
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Beim blutigsten Attentat in Luxor 1997 starben 58 Urlauber

Hamburg - Touristen sind in Ägypten seit den 1990er Jahre immer wieder Ziel terroristischer Angriffe islamischer Fanatiker geworden. Zu den wichtigsten zählten:

30.04.05: Ein Selbstmordattentäter springt nach Augenzeugenberichten mit einem Sprengsatz in der Nähe des Ägyptischen Museums von einer Brücke. Dabei werden mindestens elf Menschen verletzt, darunter mehrere Ausländer. Weniger als zwei Stunden später eröffnen nach Informationen aus Sicherheitskreisen zwei verschleierte Frauen in der Nähe der Zitadelle von Kairo das Feuer auf einen Touristenbus. Beide sollen von Sicherheitskräften getötet worden sein.

07.04.05: Ein Selbstmordattentäter verletzt im Kairoer Touristenbasar Khan-al-Khalili zwei Amerikaner und einen Franzosen tödlich. In den folgenden Wochen nimmt die Polizei mehrere Verdächtige fest.

07.10.04: Bei Anschlägen auf das "Taba Hilton"-Hotel an der israelisch-ägyptischen Grenze sowie zwei Touristencamps bei Nuweiba werden 34 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Die Opfer sind zumeist Israelis, die wegen eines jüdischen Feiertages Urlaub am Golf von Akaba machten. Urheber der Anschläge soll eine lokale ägyptische Gruppe gewesen sein.

17.11.97: Beim bis dahin weltweit blutigsten Terroranschlag auf Touristen kommen in der oberägyptischen Stadt Luxor vor dem Hatschepsut-Tempel 58 Urlauber ums Leben, darunter 36 Schweizer und vier Deutsche. Bei dem Attentat sterben nach offiziellen Angaben auch vier unbeteiligte Ägypter und sechs der Attentäter. Zu dem Anschlag bekennt sich die islamische Terror-Organisation "Gamaa Islamiya".

18.09.97: Neun Deutsche und ein ägyptischer Fahrer sterben bei einem Anschlag auf einen Touristenbus vor dem Ägyptischen Museum in Kairo.

18.04.96: Im Kairoer Hotel "Europa" werden 18 Mitglieder einer griechischen Reisegruppe mit Maschinenpistolen erschossen.

27.09.94: Im Basar des Touristenortes Hurghada erschießen Islamisten zwei Berliner und zwei Ägypter.

04.03.94: Eine deutsche Touristin wird tödlich getroffen, als ihr Flusskreuzfahrtschiff in der Unruheprovinz Assiut vom Nilufer aus beschossen wird.

26.10.93: Ein Fanatiker stürmt ins Restaurant des Intercontinental- Hotels in Kairo, beschimpft die "Ungläubigen" und erschießt zwei Amerikaner, einen Franzosen und einen Engländer.

08.06.93: Auf der Straße zu den Pyramiden von Gizeh wird ein Touristenbus mit einem Sprengsatz beworfen. Der einheimische Fahrer wird getötet. Unter den mehr als 20 verletzten Fahrgästen sind Briten und Syrer.

04.02.90: Bei einem Terroranschlag auf einen mit israelischen Touristen besetzten Reisebus werden nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums neun Israelis getötet und 21 weitere verletzt. Zwei Unbekannte griffen von einem Auto aus das mit 31 Personen besetzte Fahrzeug an. Auch zwei Ägypter kommen ums Leben. (APA/dpa)

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