Harter Kampf, Rapid bleibt auf Kurs

3. Mai 2005, 13:21
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Die Hütteldorfer siegten bei wackeren Tirolern 2:1 und übernehmen zumindest bis Samstag die Tabellenführung

Innsbruck - Rapid ist erstmals seit Anfang März wieder die Nummer eins in der T-Mobile-Bundesliga-Tabelle, doch könnte die Austria (daheim gegen Mattersburg) bei einem Sieg und der besseren Tordifferenz an Sonntag wieder an den Hütteldorfern vorbeiziehen. Der Rekord-Champion setzte sich nach einer schwachen ersten Hälfte am Freitag im wegen der Eishockey-WM vorgezogenen Match zur 31. Runde in Innsbruck gegen Wacker Tirol mit 2:1 durch und kam damit gegen den Aufsteiger bei einem Remis zum dritten Saisonsieg.

Lange Zeit sah es an diesem Abend nicht so aus, als ob der SK Rapid Ambitionen auf den Meistertitel hätte. Die Gastgeber waren mit viel mehr Engagement bei der Sache, spielten aggressiv und kontrollierten bis zum Ausgleich (mit einer Ausnahme) auch das Geschehen, auch wenn sie nur eine einzige zwingende Chance vorfanden.

Diese, in der dritten hatte es aber in sich, als Mader Hannes Aigner mit einem Idealpass bediente, dieser jedoch allein vor Payer danebenschoss. In der 15. Minute gab es die einzige Rapid-Möglichkeit vor Seitenwechsel. Lawaree zu Hofmann, dieser legte für Kincl auf, doch der Tscheche zögerte zu lange und scheiterte schließlich an Pavlovic. Das 1:0 für die Gastgeber in der 44. Minute war dann ein Zufallsprodukt. Der Schuss von Grüner wäre (nur leicht übertrieben) eher bei der Cornerfahne als im Tor gelandet, doch fälschte Valachovic den Ball unglücklich und vor allem auch unhaltbar für Payer ab.

Die 55. Minute brachte dann die Wende. Der Ball wurde zwei Mal abgefälscht, entscheidend von Schroll, als Martinez den Ball zum 1:1 ins Tor jagte. Die Gäste, die knapp vorher die Offensive (Dosek für Valachovic) verstärkt hatten, waren nun endlich auch im Spiel angekommen und wurden in der 73. Minute mit dem Siegestreffer belohnt. Ivanschitz setzte sich im Zweikampf endlich einmal durch, der Ball kam zu Hofmann, Idealflanke von links und Lawaree hatte wenig Mühe, den Ball aus kurzer Distanz mit seinem siebenten Saisontor zum Siegestreffer ins Netz zu köpfeln.

Im Finish war das 2:1 noch einige Male gefährdet (so bei einem Rettungsversuch von Feldhofer in extremis oder einem knappen Fehlschuss von Eder), doch gelang den aufopfernd kämpfenden Tirolern der alles in allem gerechte Ausgleich nicht mehr. Unverständlich allerdings, dass Trainer Tschertschessow seinen besten Mann, Mader, in der 60. Minute durch Brzeczek ersetzte. (APA)

  • FC Wacker Tirol - SK Rapid 1:2 (1:0). Tivoli neu, 8.400, Krassnitzer.

    Torfolge: 1:0 (40.) Grüner
    1:1 (55.) Martinez
    1:2 (73.) Lawaree

    Tirol: Pavlovic - Schroll, H. Eder, Schrott - Mimm, Grüner, Alfred Hörtnagl (78. Aganun), Mader (60. Brzeczek), Windisch - Mair, Hannes Aigner

    Rapid: Payer - Markus Hiden, Valachovic (53. Dosek), Feldhofer, Katzer - Martinez (79. St. Kulovits), Hofmann, Hlinka, Ivanschitz - Kincl (87. Kienast), Lawaree

    Gelbe Karten: Alfred Hörtnagl, Mimm, Schrott bzw. Martinez, Hlinka, Hofmann

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Der junge Tiroler Florian Mader (re) versucht gegen Rapid-Kapitän Steffen Hoffmann zu intervenieren.

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