Steiermark: Kontroverse zwischen Hirschmann und Schüssel

2. Mai 2005, 16:25
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Ex-Landesrat überlegt, bei Landtagswahl mit eigener Konkurrenzliste anzutreten

Graz - Im Vorfeld der steirischen Landtagswahl und einem möglichen Antreten von Gerhard Hirschmann gibt es nun eine Kontroverse des Ex-Landesrates mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), ausgetragen in der "Kleinen Zeitung": Auf die Warnung des Kanzlers "Wer gegen uns antritt, kann nicht damit rechnen, dass er freundlich umarmt wird", entgegnete Hirschmann: "Der Kanzler wird sich wundern." Er halte den dritten Platz bei Landtagswahl für möglich.

Das Mindeste sei der dritte Platz. "Und der Dritte wird der Erste sein", nimmt sich Hirschmann in dem "Kleine"-Interview (Samstag-Ausgabe) den Kanzler zum Vorbild, der 1999 aus der Position des Dritten Nummer eins wurde. Zur Warnung von Schüssel: "Die Aussage ist bezeichnend für den Zustand der steirischen ÖVP. Früher waren solche Aussagen die Aufgabe von engstirnigen Parteisekretären. Das ist eines großen Kanzlers nicht würdig".

Hirschmann ortet eine "schwere intellektuelle Selbstbeschädigung des Kanzlers", dem er "Abgehobenheit und Kaltschnäuzigkeit" vorwirft. Und kryptisch: "Es wird von der Steiermark aus auch österreichweit eine Erneuerung ausgehen, dass sich der Kanzler noch wundern wird." Hirschmann hat angekündigt, am 1. Juni zu verlauten, ob er mit einer eigenen Liste kandidieren wird oder nicht. (APA)

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