Europa: Konjunktursorgen drückten die Kurse

6. Mai 2005, 15:48
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Ein Kommentar von Alihan Karadagoglu/Jürgen Ulamec aus dem Equity Weekly der Erste Bank

Die europäischen Märtkte tendierten in der abgelaufenen Woche zu einem schwächeren Verlauf. Konjunktursorgen in den USA und die Senkung der Wachstumsprognose für Deutschland drückten die Kurse.

Beim Stoxx Branchenvergleich konnten Unternehmen aus dem Pharmasektor - unter anderem Schering, AstraZeneca und GlaxoSmithKline - dank positiver Entwicklung bei den wichtigsten Produkten und Kosteneinsparungen die Markterwartungen übertreffen. Die Q1 Zahlen von Bayer lagen ebenfalls über den Prognosen. Energietitel profitierten vom hohen Ölpreisniveau (ca. +50% im Vorjahresvergleich) und konnten ihre Gewinne kräftig steigern. Höhere Preise und Absätze verhalfen dem Chemiekonzern BASF zu einem starkem Gewinn- und Umsatzplus.

Auch Finanztitel verzeichneten im abgelaufenen Quartal Gewinnaufschläge. Zahlen von der Deutschen Bank wurden von den Anlegern positiv aufgenommen. Die größten Verluste wiesen hingegen die Technologiewerte auf. Die Quartalszahlen des technologielastigen Mischkonzerns Siemens lagen im Rahmen der Erwartungen.Der Preisdruck in der Branche bescherte den Halbleiterproduzenten Infineon und STMicroelectronics hohe Verluste. Auch der Telekomausrüster Alcatel legte relativ schwache Zahlen vor. Trotz eines Gewinneinbruchs (-30%) aufgrund der Sanierung von Smart schnitt DaimlerChrysler im 1. Qu. besser ab als von Analysten erwartet. Aufgrund des technisch schwachen Umfeldes erwarten wir in der kommenden Woche eine verhaltene Kursentwicklung.

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