Prammer pocht auf Maßnahmen gegen Frauenarbeitslosigkeit

9. Mai 2005, 13:53
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Zweite Nationalratspräsidentin wünscht sich "Schaffung von Infrastruktur" für finanzielle Eigenständigkeit

Wien – Eva-Maria Pfeiffer sitzt an ihrer Nähmaschine beim Fenster und bearbeitet ein Stück Stoff. Der Platz im sozioökonomischen Betrieb "Merit", einer Anlaufstelle für langzeitarbeitslose Frauen und Alleinerzieherinnen im vierten Wiener Gemeindebezirk, gibt Frau Pfeiffer Hoffnung, nach zwei Jahren ohne Job wieder Anschluss an die Arbeitswelt zu finden.

Einige ihrer 15 Kolleginnen, die auf ein Jahr befristet im Bereich Schneiderei und Verkauf des Textilbetriebes tätig sind, befinden sich beim Besuch der Zweiten Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) im von der Volkshilfe gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice gestützten "Merit" schon in der Bewerbungsphase. In den letzten Jahren konnten rund 60 Prozent der Hilfe suchenden Frauen wieder eine Anstellung finden. Künftig will man auch Reinigungskräfte vermitteln.

Prammer wünscht sich für sie und andere arbeitslose Frauen mit Blick auf den Arbeitsmarktgipfel am Sonntag, dass die finanzielle Eigenständigkeit von Frauen auch durch "Schaffung von Infrastruktur" ermöglicht wird. Als langzeitarbeitslos gilt, wer länger als ein Jahr ohne Job ist: Von insgesamt 13.975 Personen betrifft das derzeit 5150 Frauen. (Karin Moser, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.4./1.5.2005)

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