Deutsche Bank verbucht Milliarden-Gewinn - Stellenabbau bleibt aufrecht

20. Mai 2005, 16:46
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Trotz Gewinnsprung werden tausende Stellen gestrichen - Gewinn wurde vor allem im Ausland erwirtschaftet

Frankfurt - Trotz eines überraschend hohen Gewinnes im ersten Quartal bleibt die Deutsche Bank bei dem umstrittenen Stellenabbau. "Die Maßnahmen sind schmerzhaft, aber wir haben keine Alternative", betonte Konzernchef Josef Ackermann am Freitag in Frankfurt. Im Februar hatte der deutsche Branchenprimus den Abbau von 6.400 Stellen weltweit, darunter 1920 in Deutschland, verkündet und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Angesichts des Milliardenprofits im ersten Quartal forderten der saarländische SPD-Chef Heiko Maas und SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter nun die Deutsche Bank auf, Arbeitsplätze zu erhalten.

Bank schreibt einen Gewinn von 1,1 Mrd. Euro in die Bilanz

Wie das Bankhaus bereits am Donnerstag verkündet hatte, fielen die Gewinne in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich höher aus als erwartet. Vor Steuern verdiente die Bank 1,8 Mrd. Euro und damit 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verbuchte das Geldhaus einen Gewinn von 1,1 Mrd. Euro.

Damit übertraf die Deutsche Bank auch ihr ambitioniertes Renditeziel: In ersten Quartal erwirtschaftete das eingesetzte Eigenkapital 33 Prozent Gewinn, allerdings vor Steuern und Restrukturierungsaufwendungen. Für das Gesamtjahr hält Ackermann an seinem Ziel von 25 Prozent Rendite fest. Der Konzernchef gab jedoch zu bedenken, dass das erste Vierteljahr traditionell das stärkste sei. Zudem habe die Bank das Ertragsplus "fast ausschließlich im Ausland erzielt", wo die Bedingungen günstiger gewesen sein als im konjunkturschwachen Deutschland. (APA/AFP)

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